Friseure dürfen wieder öffnen
Probleme höchstens mit der Mimik

Greven -

Die Friseure haben wieder geöffnet. Auch Thomas Bokel vom gleichnamigen Salon an der Saerbecker Straße freut sich wieder auf seine vielen Kunden.

Montag, 04.05.2020, 17:14 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 15:00 Uhr
Thomas Bokel, hier mit Schutzmaske, ist ab sofort wieder für seine Kunden da. Allerdings mit einigen Hindernissen..
Thomas Bokel, hier mit Schutzmaske, ist ab sofort wieder für seine Kunden da. Allerdings mit einigen Hindernissen.. Foto: Martin Weßeling

Graue Haare sind auch Thomas Bokel in den vergangenen Wochen gewachsen – natürlich. Doch die trägt der Greven Friseur-Meister und Chef des gleichnamigen Salons an der Saerbecker Straße mit Stolz. Bokel lässt sein Team, die vielen treuen Kunden und sich selbst nicht untergehen in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Das ist die Botschaft, die Bokel nach der Wiedereröffnung am gestrigen Montag sendet.

„Die Verluste sind natürlich nicht so einfach aufzufangen. Unser Ladenlokal war sechs Wochen geschlossen. Das hat uns alle hart getroffen. Doch es geht weiter. Wir halten durch“, sagt Thomas Bokel. Ran an Schere und Föhn heißt es deshalb ab sofort wieder an der Saerbecker Straße 47 in Greven.

Allerdings quasi noch mit gebremstem Schaum. Der Firmen-Inhaber und sein neunköpfiges Team müssen sich an neue Bedingungen gewöhnen. Die Abstands- und weitere Regeln sind einzuhalten, zudem darf sich nur eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Geschäftsräumen aufhalten.

Um den Wünschen seiner Klientel gerecht werden zu können, öffnet Bokel nun auch am Montag seinen Salon und ist bis 20 Uhr für seine Kunden da. „Unser Auftragsheft ist bereits in den kommenden vier Wochen voll bis auf den letzten Platz. Aber es geht immer was. Manchmal müssen Kunden wegen Kinderbetreuung oder anderer Termine kurzfristig absagen. Dann können wir noch etwas möglich machen“, freut sich Thomas Bokel auf seine Kunden – und die freuen sich offenbar auf eine schöne Frisur und eine gute Zeit in netter Atmosphäre.

Damit sind die Kernkompetenzen genannt, um die sich die Grevener Fachleute auch in der Zukunft kümmern wollen. Bokels Credo: „Abschneiden kann jeder. Wir wollen hier ein Erlebnis verkaufen.“

Legen, Schneiden, Föhnen, eine Tasse Kaffee und ein gutes Gespräch gratis – aktuell allerdings noch ein schwieriges Unterfangen für die Grevener. Was fehlt, ist der persönliche Kontakt. Schutzmasken und weitere Maßnahmen stehen dem Wunsch nach Kommunikation halt definitiv entgegen. „Es ist die Mimik. Ist der Kunde glücklich, oder reagiert er eher verhalten? Das ist halt alles nicht so einfach im Moment“, weiß der Friseurmeister, der sein Unternehmen vor gut sechs Wochen von einem Moment auf den anderen von 100 auf Null zurückfahren musste. Nun dürfte es schwer werden, den entgegengesetzten Weg zu gehen.

Doch Thomas Bokel bleibt absolut optimistisch. „Es geht uns gut hier in Deutschland. Wir werden die Qualität halten.“

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