Brand am Rande des Bioenergieparks
Feuerwehr musste sich den Weg freischneiden

Saerbeck -

Großalarm für die Saerbecker Feuerwehr am Samstagnachmittag: Um 16.02 Uhr waren die ersten Kräfte alarmiert worden, nachdem offenbar Radfahrer am Ende des Bioenergieparks einen Vegetationsbrand bemerkt und den Notruf abgesetzt hatten.

Sonntag, 17.05.2020, 11:16 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 15:22 Uhr
Eine weggeworfene Zigarettenkippe? Die Ursache des Brandes ist noch unklar, die Polizei at die Ermittlungen aufgenommen.
Eine weggeworfene Zigarettenkippe? Die Ursache des Brandes ist noch unklar, die Polizei at die Ermittlungen aufgenommen. Foto: Jens Keblat

Das ist gerade noch mal gut gegangen: Am Ende des Bioenergiepark ist am Samstagnachmittag das Unterholz auf einer Fläche von 600 Quadratmetern in Brand geraten. Radfahrer waren auf das Feuer aufmerksam geworden, sodass die Feuerwehr noch rechtzeitig vor Ort sein konnte.

Um 16.02 Uhr waren die ersten Kräfte alarmiert worden. Daraufhin hat sich die Feuerwehr sofort auf den Weg in den 92 Hektar großen Bioenergiepark gemacht – doch zunächst vergebens: „Wir haben versucht, über den Bioenergiepark anzufahren, was durch die große Waldfläche nicht gelungen ist. Wir haben es dann über einen Seitenweg von hinten geschafft, haben den Zaun aufgeschnitten und eine 30 mal 20 Meter große Waldfläche in Brand vorgefunden“, so Wehrführer und Einsatzleiter Udo Meiners.

Mit vier handlichen D-Rohren sowie etlichen Kräften mit Forken und Dunggabeln sei man dem Brand im Unterholz dann beherzt entgegengetreten, so Meiners weiter. In dem trockenen Nadelwald bestehe stets die besondere Gefahr, dass das Feuer tief in den Boden ziehe, was für die Feuerwehr einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeute. Doch in diesem Fall sei der Waldboden relativ hart gewesen, die Wehrleute hätten diesen zur Brandbekämpfung auflockern müssen, so Meiners weiter. Alleine durch das auf einem Anhänger mitgeführte Wasserfass habe man sofort 7000 Liter Wasser vor Ort gehabt, ein Pendelverkehr mit wasserführenden Großfahrzeugen über eine Entfernung von zwei bis drei Kilometern, so Meiners weiter, habe dann schnell für Nachschub gesorgt.

Feuer am Rande des Bioenergieparks

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  • Feuer im Wald Bioenrgiepark Saerbeck

    Foto: Jens Keblat
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Mit insgesamt vier D-Rohren gelang es den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten schließlich, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die D-Schläuche gehören zu so genannten Waldbrand-Sets, die die Saerbecker Wehr nach diversen Erfahrungen mit Vegetationsbränden gerade im Bereich Bioenergiepark angeschafft habe, wie Meiners erklärte: „Wir haben auf jedem Fahrzeug diese so genannte Waldbrand-Komponente“, die Handhabung der smarten D-Schläuche sei für die eingesetzten Kräfte weitaus handlicher als die weitaus sperrigeren C-Schläuche, die sonst in Kombination mit B-Schläuchen Verwendung finden. Im gesamten Bundesgebiet erleben die D-Schläuche in Zeiten der langanhaltenden Trockenheit seit längerem bereits eine Art Renaissance, in Saerbeck habe man diesen Trend frühzeitig aufgegriffen, zeigte sich Meiners von der angepassten Technik und Taktik überzeugt.

Wie dieser jüngste Brand entstehen konnte, ist unterdessen noch unklar. Klar sei bislang, dass das Feuer bei günstigen Windbedingungen von der Straße aus in den Wald gezogen sei. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder ähnliches könnte demnach zur der Brandausbreitung geführt haben. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

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