Eine-Welt-Kreis unterstützt Projekte in Ghana
Hilfsgüter sollen bald auf die weite Reise gehen

Saerbeck -

Der Eine-Welt-Kreis geht wieder an die Arbeit und will Projekte in Ghana unterstützen.

Sonntag, 07.06.2020, 16:38 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 15:39 Uhr
Die wichtigen Brunnenbohrungen sind bereits angelaufen.
Die wichtigen Brunnenbohrungen sind bereits angelaufen.

Zum ersten Mal seit dem 27. Februar 2020 trafen sich die Mitglieder des Eine-Welt-Kreises im Pfarrheim. Zusätzlich eingeladen war Nicolai Roerkohl, der über seine Arbeit als Promoter des Ghana-Forums berichtete. Das Ghana-Forum NRW versteht sich als Selbstorganisation von in Nordrhein-Westfalen ansässigen Organisationen, die mit Partnern in und aus Ghana Begegnung, Austausch und Zusammenarbeit pflegen.

In Kontakt gekommen ist der Arbeitskreis mit Nicolai Roerkohl, da die Pfarrgemeinden St. Dionysius Nordwalde, St. Johannes Selm-Cappenberg und St. Georg Saerbeck gemeinsam einen Container mit Hilfsgütern zu den jeweiligen Partnergemeinden in Ghana senden wollen und er diesen Transport organisiert.

Im Container werden unter anderem Solar- und Wassertechnik aus Selm-Cappenberg, Krankenhausbetten aus Nordwalde und Krankenhausmatratzen (mit Unterstützung der Firma PSP GmbH) aus Saerbeck sein. Daneben noch weiteres in Damongo dringend benötigtes medizinischen Gerät wie ein Ultraschallgerät von Dr. Feldmann, zwei Rollstühle, Krankenhausbettwäsche oder 19 Laptops, die von einem IT-Dienstleistungsunternehmen in Osnabrück über einen Saerbecker Mitarbeiter organisiert wurden. Der Versand der Hilfsgüter hat sich durch die Corona-Pandemie verzögert, soll jetzt aber laut Nicolai Roerkohl voraussichtlich im September stattfinden.

Gesprochen wurde auch über die letzten Informationen aus Damongo. So wurde der Erhalt von Spendengeldern zum Bau von zwei Brunnen von Father Clement (Leitender Priester der Pfarrgemeinde St. Theresa Damongo) bestätigt und ist schon mit den Bohrarbeiten begonnen worden. Die Brunnen sollen die St.-Anne-Schule in Damongo sowie die Krankenstation in Sori, einer Außenstation der Partnergemeinde, mit Wasser versorgen.

Father Clement bedankt sich bei allen Spendern und weist in einer aktuellen Nachricht auf die Dringlichkeit hin, denn es gibt in Damongo und Umgebung akute Wasserprobleme, was auch an verseuchtem Wasser in einem für die Wasserversorgung von Damongo angelegten Damm liegt. Warum das Wasser verseucht ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Hierdurch wird der auch zuvor bereits vorhandene Wassermangel nochmals verstärkt, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Ferner schreibt Father Clement zur aktuellen Situation in Damongo: „Die Pandemie hat einen großen Tribut an uns gefordert, aber sie hat auch die Schwächen in unseren Systemen sowohl als Regierung als auch als Kirche offenbart. Als Kirche werden wir kreative Wege entwickeln müssen, um Pastoralarbeit leisten und finanzieren zu können. Gegenwärtig sind der Pfarrei die Mittel völlig ausgegangen, um den Strom in der Kirche und im Presbyterium sowie die wenigen Mitarbeiter und den Speisezuschuss für die Priester zu bezahlen.“

In Ghana finanziert sich die Kirchengemeinde ausschließlich über Spenden der Gottesdienstbesucher. Und wenn diese nicht stattfinden oder die Teilnehmerzahl begrenzt ist, fallen die Einnahmen fast komplett weg. Es wurde daher seitens des Arbeitskreises eine Soforthilfe von 1 000 Euro beschlossen.

Nicolai Roerkohl bestätigte die akuten derzeitigen Wasserprobleme sowie die Probleme der Gemeindefinanzierungen. Er machte schließlich auf Fördermöglichkeiten durch das Land NRW aufmerksam und bot seine Hilfe an. Zusammen mit unserer Partnergemeinde möchten wir überlegen, wie wir die Wassersituation und die Lebensbedingungen in Damongo verbessern können, schreibt der Eine-Welt-Kreis weiter.

Ferner habe Father Clement Ideen, die sich zu Projekten entwickeln könnten, um einheimische landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten. Die Umsetzung dieser Ideen könnte einigen Menschen in Damongo zu Nahrung, Einkommen und Zukunftsperspektiven verhelfen, was dann auch wieder die pastorale Arbeit der Kirchengemeinde unterstützen wird.

Wer die Projekte in der Partnergemeinde St. Theresa Damongo unterstützen möchte, kann dies durch Überweisung auf das Konto der Pfarrgemeinde St. Georg (VB Westerk.-Saerb) DE68 4036 1627 0121 5020 00 mit dem Verwendungszweck Ghana tun.

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