Nähaktion des Mehrgenerationenhauses: 2000-Euro-Spende für Tafel
Vier Masken in einer Stunde

Saerbeck -

Die Masken-Aktion des Mehrgenerationenhauses avancierte zu einem vollen Erfolg und brachte ein Rekordergebnis.

Sonntag, 07.06.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 16:24 Uhr
Freuen sich über den Erfolg der Nähaktion: Hedwig Renger, Alfons Bücker (Vorsitzender der Kolpingsfamilie), Rasma Beermann, Herbert Breidenbach (Leiter der Tafel), Brigitte Wolff-Vorndieck (Mehrgenerationenhaus), Christel Wagner, und Margret Wieskötter (von links).
Freuen sich über den Erfolg der Nähaktion: Hedwig Renger, Alfons Bücker (Vorsitzender der Kolpingsfamilie), Rasma Beermann, Herbert Breidenbach (Leiter der Tafel), Brigitte Wolff-Vorndieck (Mehrgenerationenhaus), Christel Wagner, und Margret Wieskötter (von links). Foto: Katja Niemeyer

Die zehn Frauen haben genäht und genäht. Sieben Wochen lang. Am Ende waren tatsächlich 750 Gesichtsmasken produziert. Darüber freuen sich nicht nur die Pfleger in Saerbecker Alteneinrichtungen sowie Ärzte. Auch die Bürger des Dorfes können die Masken in der aktuellen Corona-Pandemie gut gebrauchen.

Ein großes Dankeschön kam darüber hinaus von Herbert Breidenbach, dem ehrenamtlichen Leiter der Saerbecker Tafel. Diesem hatte Brigitte Wolff-Vorndieck vom Mehrgenerationenhaus jetzt eine Spende in Höhe von 2000 überreicht – der finanzielle Erlös aus der Nähaktion, zu der die Projektleiterin schließlich aufgerufen hatte.

Breidenbach zeigte sich sichtlich überrascht angesichts der Spendenhöhe: „Der Betrag überschreitet das bisherige Spendenmaß bei Weitem“, sagte der Tafel-Leiter. Einen Teil des Geldes hat er bereits für eine Wagenladung mit Lebensmitteln ausgegeben. 200 Euro haben die Konserven, Nudeln und die Mehlpackungen gekostet. „Damit können wir 40 Saerbecker Familien versorgen“, berichtet Breidenbach. Eine Hilfe, die wie gerufen kommt. Denn seit das Coronavirus die Bürger in Atem hält, komme weniger Ware bei der Tafel an. Mit der Spende könne diese Lücke in der Versorgung somit vorerst geschlossen werden, so Breidenbach.

Zum Dank für ihre Arbeit überreichte Wolff-Vorndieck beim Ortstermin Hedwig Renger, Rasma Beermann, Christel Wagner und Margret Wieskötter ein paar Blümchen. Die vier Frauen waren stellvertretend für die insgesamt zehn Näherinnen zum Mehrgenerationenhaus gekommen.

Corona, sagte Alfons Bücker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, „hat uns als Verein im Wesentlichen lahmgelegt“. Aber eben auch nicht vollständig, wie er hinzufügt: „Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir aktiv sind.“ Ein Beweis hierfür sei die Masken-Nähaktion, ein anderer die „Helfenden Hände“, die mittlerweile aus 20 Ehrenamtlichen bestehen, die unter anderem auch für die Tafel Lebensmittel nach Hause liefern.

Die 2000-Euro-Spende war auf dem Wochenmarkt zustande gekommen. An zwei Terminen hatten sich die Ehrenamtlichen dort jeweils mit einem Stand postiert. „Die Abgabe der Masken erfolgte gegen eine Spende“, erläutert Wolff-Vorndieck.

Wie lange es dauert, eine Maske herzustellen? Margret Wieskötter hat auf die Uhr geschaut: „In einer Stunde schaffe ich vier Masken.“ In der Zeit schneidet sie den Stoff und den Draht zurecht, zieht ein Gummiband ein, näht das Ganze zusammen und bügelt das Werk zum Schluss.

Übrigens: Noch sind nicht alle Masken verteilt. Laut Wolff-Vorndieck sind im Mehrgenerationenhaus noch 100 Exemplare deponiert.

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