Nachfragebündelung für Glasfaseranschlüsse
Zwischenbilanz: 28 Prozent

Saerbeck -

Die Nachfragebündelung für Glasfaseranschlüsse hat in Saerbeck Fahrt aufgenommen. Sie liegt gegenwärtig bei 28 Prozent.

Mittwoch, 08.07.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 15:32 Uhr
Auf Plakaten wirbt die Deutsche Glasfaser seit einiger Zeit um Kunden in Saerbeck. Bis zum 10. August müssen 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen, damit das Unternehmen tätig wird.
Auf Plakaten wirbt die Deutsche Glasfaser seit einiger Zeit um Kunden in Saerbeck. Bis zum 10. August müssen 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen, damit das Unternehmen tätig wird. Foto: Katja Niemeyer

Die Nachfragebündelung für Glasfaseranschlüsse in Saerbeck hat Fahrt aufgenommen. Gut zwei Monate nach Projektstart vermeldet die Deutsche Glasfaser eine Quote von 28 Prozent. Projektkoordinator Christian Backs zeigte sich auf Nachfrage zuversichtlich, dass die erforderliche Quote bis zum Ende der Frist erreicht wird. Voraussetzung dafür, dass das Borkener Unternehmen in Saerbeck mit seinen Bautrupps anrückt, ist eine Quote von 40 Prozent. Diese muss bis zum 10. August erreicht sein.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde mit der Deutschen Glasfaser einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Während der sogenannten Nachfragebündelung wirbt der Glasfaserspezialist, der im Kreis Steinfurt bislang 14 Kommunen mit der modernen Breitband-Technologie versorgt hat, um Kunden. Rein theoretisch könnten 2500 Anschlüsse verlegt werden. So viele Privathaushalte befinden sich in dem geplanten Ausbaugebiet, das sich im Wesentlichen mit dem Ortskern deckt. Darüber hinaus können aber auch die Unternehmen in den Gewerbegebieten Nord und Am Schulkamp angeschlossen werden.

Außen vor bei der Nachfragebündelung bleiben die insgesamt 262 Haushalte in den Bauerschaften Westladbergen, Sinningen und Middendorf. Für den Ausbau in diesen Außenbereichen hatte die Gemeinde bereits vor drei Jahren einen Förderantrag gestellt. Die öffentlichen Mittel wurden mittlerweile bewilligt. Anders als im Innenbereich besteht die Deutsche Glasfaser bei den Abschlüssen hier nicht auf eine Mindestquote.

Der Ausbau in den Bauerschaften hat ein Investitionsvolumen von 2,5 Millionen Euro, 90 Prozent fließen aus den Kassen des Bundes und des Landes NRW, den Rest in Höhe von 250 000 Euro steuert die Gemeinde bei.

Zu dem Investitionsvolumen für den Ausbau im Ortskern macht die Deutsche Glasfaser keine näheren Angaben. Die Höhe hängt letztendlich auch von der Anzahl der verkauften Anschlüsse ab. Kunden sollen mit einem einmaligen und zeitlich begrenzten Angebot gelockt werden. Wer einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließt, dem werden die Baukosten nicht in Rechnung gestellt. Diese, das teilt das Unternehmen auf Nachfrage mit, würden sich nach Beendigung der Nachfragebündelung auf 750 Euro pro Anschluss belaufen. Minimum. Und: Die genauen Kosten würden nach dem individuellen Aufwand kalkuliert.

Bürgermeister Wilfried Roos hatte in einem Brief an alle Haushalte über das Angebot der Deutschen Glasfaser, in Saerbeck Glasfaserkabel zu verlegen, die eine Übertragungsleistung von bis zu einem Gigabit je Anschluss ermöglichen, informiert.

Die 40-Prozent-Quote ist notwendig, damit sich die Investition für das Unternehmen lohnt.

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