Saerbeck landet im Kommunalranking auf Platz 128
In einer Liga mit Köln und Co.

Saerbeck -

Im aktuellen Kommunalranking schneidet Saerbeck vergleichsweise gut ab. Unter den insgesamt 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen landet die Klimakommune auf Platz 128. „Ein ganz ordentliches Ergebnis“, konstatiert Dr. Manuela Krause vom Institut der deutschen Wirtschaft, das die Untersuchung im Auftrag der Landesvereinigung der Unternehmerverbände in NRW erstellt hat.

Freitag, 17.07.2020, 07:21 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 10:04 Uhr
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in einer Studie untersucht, wie attraktiv Kommunen wie Saerbeck für Unternehmen sind.
Das Institut der deutschen Wirtschaft hat in einer Studie untersucht, wie attraktiv Kommunen wie Saerbeck für Unternehmen sind. Foto: red

Saerbeck floriert. In einem NRW-weiten Kommunalranking schneidet die 7300-Einwohner-Gemeinde recht gut ab. Bei der Betrachtung des Ist-Zustandes landet sie im Vergleich der insgesamt 396 Kommunen des Landes auf Platz 128 und damit auf der Rangliste im obersten Drittel. „Ein ganz ordentliches Ergebnis“, stellt Dr. Manuela Krause vom Institut der deutschen Wirtschaft fest, das die Studie jetzt vorgelegt hat. So manche Großstadt, findet die wissenschaftliche Referentin, könne sich bei dem Ergebnis „eine Scheibe abschneiden von Saerbeck“.

Denn eine Unterscheidung nach der Größe der jeweiligen Kommune macht das Ranking nicht. „Saerbeck spielt in einer Liga mit Großstädten wie Düsseldorf und Köln“, erläutert Krause. Wenngleich natürlich etwa bei dem Indikator „Gemeindliche Steuerkraft“ die Steuereinnahmen je Einwohner und nicht die Gesamtsummen miteinander verglichen werden.

Insgesamt 17 Indikatoren aus den Themengebieten Wirtschaft, Arbeiten, Wohnen und Lebensqualität wurden für die Studie erhoben und im Rahmen eines sogenannten Niveau-Rankings zusammengefasst.

Besonders gut schneidet Saerbeck demnach bei der Steuerkraft ab. Sie setzt sich zusammen aus den Gewerbe- und Grundsteuereinnahmen sowie den jeweiligen gemeindlichen Anteilen aus der Umsatz- und der Einkommenssteuer. Nach den Berechnungen der Studienautoren kommt die Klimakommune hier auf Platz 78. Zum Vergleich: Die Nachbargemeinde Ladbergen schafft es lediglich auf Platz 244.

Bei dem Indikator Gewerbesteuerhebesätze erreicht Saerbeck Platz 158 (Ladbergen: 117). Je niedriger ein Hebesatz, desto besser die Platzierung, lautet der Maßstab der Autoren der Studie. „Wir gehen davon aus, dass eine Gemeinde umso wettbewerbsfähiger und attraktiver für Firmenansiedlungen ist, je geringer der Hebesatz ist“, erläutert Krause.

Beim Thema Arbeit, bei dem unter anderem die Arbeitsplatzversorgung und Wanderungsbewegungen untersucht wurden, ist für Saerbeck (Platz 154) noch viel Luft nach oben. Und bei der Beschäftigungsrate von Frauen (Platz 117) liegt die Gemeinde weit hinter der Ladbergen (Platz 19).

Punkten kann Saerbeck bei dem Themengebiet Wohnen. Bei den erteilten Baugenehmigungen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl etwa befindet es sich im Niveauranking auf Platz 19 (Ladbergen: 34).

Überraschend schlecht soll laut der Studie des Instituts die Lebensqualität in Saerbeck (Platz 261) sein. Indikatoren hierfür sind etwa die Anzahl der Ärzte je 1000 Einwohner (Platz 307), Naturnahe Flächen (Platz 286) und die Fahrtzeit zur nächsten Autobahn (Platz 220).

Beim Dynamikranking rutscht die Klimakommune in der Gesamtwertung auf Platz 216 ab. Hierfür nahmen die Autoren der Studie die Entwicklung eines Großteils der Indikatoren in den vergangenen drei bis fünf Jahren unter die Lupe. Besonders frappierend: Bei dem Kriterium „Beschäftigungsrate Frauen“ fehlt der Gemeinde demnach mit Platz 375 nicht mehr viel bis zur roten Laterne.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7497643?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F
Nachrichten-Ticker