Feierabend-Radtour mit Florian Bücker
Investition in Gewerbegebiet lohnt sich

Saerbeck -

Florian Bücker trug eine gelbe Warnweste, als er mit dem Fahrrad durch die Gemeinde fuhr. Der CDU-Bürgermeisterkandidat informierte über Schwerpunkte der Entwicklung

Montag, 20.07.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 10:10 Uhr
Florian Bücker führte die interessierten Saerbecker zu den wichtigsten Orten für die künftige Entwicklung der Gemeinde.
Florian Bücker führte die interessierten Saerbecker zu den wichtigsten Orten für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Foto: CDU

Die Radel-Gruppen wurden aufgeteilt, Warnwesten für den ersten und den letzten Mann und schon ging es los. Zahlreiche Interessenten hatten sich zur Feierabend-Radtour mit dem Bürgermeisterkandidaten Florian Bücker (CDU) angemeldet und fuhren mit ihm ins Gewerbegebiet Nord II.

Der Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses verteilte DIN A3-Pläne zur besseren Orientierung und berichtete: „Das neue Gewerbegebiet Nord II hat eine Gewerbe- und Industriefläche von 18,7 Hektar. Das gesamte Plangebiet umfasst 28,95 Hektar.“

Die Gemeinde investiere vier Millionen Euro in das Gewerbe- und Industriegebiet und diese Investition lohne sich, rechnete Bücker laut Pressemitteilung vor. Auf die Frage, wann das Gebiet denn vollends bebaut sei, antwortete er, dass das nicht eilig sei. „Wir sind in der komfortablen Situation, dass wir uns die Unternehmen genau anschauen können. Besonders wertvoll ist es, dass wir hier auch einen Anteil an Industriefläche haben, der stark nachgefragt ist.“

Das Ziel sei, Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Menschen in Saerbeck und der Region zu schaffen und Gewerbesteuer einzunehmen. „Die Gewerbesteuer ist unsere wichtigste Einnahmequelle, mit der wir unsere Aufgaben wie Straßenbau, die Schulen und die Vereine finanzieren.“

Auch Naturschutz findet seinen Platz im neuen Gewerbegebiet. Vor Ort konnten die knapp 20 Tourteilnehmer erfahren, in welchen Abschnitten gebaut wird, welche Ausgleichsmaßnahmen geplant werden, welche Wallhecken entfernt werden müssen und wo die neuen Hecken gepflanzt werden.

Die Größe des geplanten Regenrückhaltebeckens erstaunte, aber auch dafür hatte Bücker eine logische Erklärung: „In dieser Gegend liegen noch weitere Potenzial-Flächen für Gewerbegebiete der Gemeinde. Gesetzt den Fall, dass wir in ferner Zukunft noch weiter wachsen wollen, geht es nur in dieser Richtung weiter. Wir haben dafür schon einmal vorgeplant und das Regenrückhaltebecken entsprechend dafür dimensioniert.“ Denn nachträglich sei dies kaum zu leisten.

Angesprochen auf die Nähe der Gewerbeflächen zu den landwirtschaftlichen Betrieben erklärte er, dass das sogenannte „Schnüffelgutachten“ (eine Messung der tatsächlichen landwirtschaftlichen Emissionen) gute Dienste auch im Gewerbegebiet Nord I geleistet habe.

„Wir hatten hier Grundstücke, die wegen der vermeintlichen Emissionen nur zur Hälfte genutzt werden konnten. Dies ist jetzt vom Tisch. Nach dem neuen Gutachten können die restlichen Flächen im GE Nord I komplett genutzt werden. Das ist Gold wert!“, sagte er zufrieden.

Saerbecker Grundstücke seien bei Firmen stark nachgefragt, erläuterte er weiter. „Wir möchten, dass Saerbecker Firmen Entwicklungsmöglichkeiten haben!“, betonte der Bürgermeisterkandidat. Die Lage an der Bundesstraße, die Entfernung von jeweils neun Kilometer zur Autobahn A1 und zur A30 und die Aktivität als preisgekrönte „Klimakommune der Zukunft“ lockten aber auch innovative Firmen von außerhalb an.

„Wir schauen uns die Unternehmen aber gut an und suchen uns die Firmen aus, die zu uns passen. Da gibt es aktuell sehr interessante Anfragen“, verriet er.

Die nächste Radtour findet voraussichtlich am Mittwoch, 29. Juli, oder Montag, 3. August, statt.

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