KFD: Vorstandsmitglied Brigitte Kockmann über Ehrungen in Coronazeiten und anstehende Jubiläen
„Wir sind am Ball“

Saerbeck -

Wahlen, Ehrungen, Jubiläen und Gottesdienste – coronabedingt hat sich die KFD Saerbeck zwischenzeitlich nahezu komplett heruntergefahren. Die Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen, die wollte das Vorstandsteam aber nicht unter den Tisch fallen lassen. Den Jubilarinnen wurden Blumenstrauß und Ehrenurkunde deshalb persönlich nach Hause gebracht.

Freitag, 31.07.2020, 06:51 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 15:08 Uhr
Seit 55 Jahren im Dienst der KFD: Heriburg Hövel. Brigitte Kockmann überreichte eine Blume und die Ehrenurkunde.
Seit 55 Jahren im Dienst der KFD: Heriburg Hövel. Brigitte Kockmann überreichte eine Blume und die Ehrenurkunde.

Coronabedingt, so könnte man meinen, hat die KFD Saerbeck – wie andere Vereine und Einrichtungen – ihre Arbeit komplett heruntergefahren. So manche Veranstaltung wurde denn auch bereits abgesagt, andere Termine sind derzeit in der Schwebe. An einer Tradition wollte das Vorstandsteam aber festhalten: Die Ehrung langjähriger Mitarbeiterinnen. Aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln musste die sonst übliche Zusammenkunft ausfallen.

Aber Brigitte Kockmann und ihre „Kollegin“ Petra Wenners Schröerlücke ließen sich etwas einfallen: Den fünf Jubilarinnen wurde ein Besuch abgestattet. „Wir wollten die Ehrung einfach nicht unter den Tisch fallen lassen“, sagt Brigitte Kockmann, die zusammen mit Petra Wenners Schröerlücke die Gratulations-Delegation bildete.

Und so klingelte Brigitte Kockmann – mit einer Topfblume und einer Ehrenurkunde bewappnet – kürzlich bei Heriburg Hövel, die seit nunmehr 55 Jahren als Mitarbeiterin für die KFD Saer­beck tätig ist. Auf die gleiche Weise wurde Ottilie Lohaus für ihr 40-jähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Auf eine 35-jährige Tätigkeit blicken Irmgard Plugge, Konny Bücker und Elisabeth Reinert zurück.

In ihren jeweiligen Bezirken kümmern sich die Mitarbeiterinnen um die Frauen der Gemeinschaft. Sie verteilen Zeitschriften, halten Kontakt und statten ihnen bei Geburtstagen einen Besuch ab. Für die insgesamt 420 Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft sind derzeit laut Kockmann rund 40 Mitarbeiterinnen im Einsatz. Tendenz sinkend. Das Vorstandsteam treibt derzeit nicht nur die Auswirkungen der Coronakrise um, sondern auch ein genereller Nachwuchsmangel. Über neue Mitarbeiterinnen würde sich das Vorstandsteam folglich immer freuen.

In absehbarer Zeit fehlt darüber hinaus eine neue Kassiererin. Antonia Beermann, die sich sei vielen Jahren um die Finanzen der KFD kümmert, steht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung für das Amt. So berichtet es Brigitte Kockmann. Wenn auch die turnusmäßigen Wahlen in diesem Jahr ausfallen – im kommenden Jahr sollen sie wieder stattfinden. Bis dahin bleibt das bisherige Team im Amt. Und bis dahin, so hofft das Vorstandsteam, meldet sich wenigstens eine Bewerberin für das Amt der Kassierin.

Derweil freuen sich die Frauen über den mit 1000 Euro dotierten Heimatpreis der Gemeinde (wir berichteten). Das Geld ist auch schon so gut wie verplant. Im kommenden Jahr feiert die Gemeinschaft ihr 120-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum, das gebührend gefeiert werden soll, wie Brigitte Kockmann betont. Und für das die Finanzspritze wie gelegen kommt.

2021 steht aber noch ein weiteres Jubiläum an. 40 Jahre ist es dann her, dass die KFD zum ersten Frauenkarneval einlud. Ob die Veranstaltung im kommenden Jahr überhaupt stattfinden kann, „das steht momentan in den Sternen“, sagt Brigitte Kockmann. „Wir denken darüber nach, sie ausfallen zu lassen“, ergänzt sie. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Immerhin: Die Montagsgottesdienste der KFD sollen ab dem 7. September (an jedem ersten Montag im Monat, jeweils 8.30 Uhr) wieder stattfinden – wenn auch ohne Frühstück. Und – ein weiterer Lichtblick – auch die Sportgruppe, die sich donnerstagabends (18.30 und 19.30 Uhr) in der Hermann-Berg-Sporthalle trifft, ist wieder aktiv. Am 4. November (19 Uhr) sei außerdem „ein etwas anderer Gottesdienst für Frauen“ geplant. „Wir sind am Ball“, bilanziert Brigitte Kockmann.

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