Planungsausschuss besucht Baugrundstück im Eschgarten II
Beim Wenden wird es hier eng

Saerbeck -

Genug Platz für Parkplätze? Die Bauausschussmitglieder sind da skeptisch.

Freitag, 28.08.2020, 10:30 Uhr
Die Ausschussmitglieder inspizierten das geplante Grundstück und den künftigen Parkplatz.
Die Ausschussmitglieder inspizierten das geplante Grundstück und den künftigen Parkplatz. Foto: Günter Benning

Manchmal ist es halt eng. In zwei Bullis und einigen Pkw fuhren am Mittwochabend die Mitglieder des Planungsausschusses ins Baugebiet Eschgarten II.

Im Wendehammer von Niehoffs Blaike musste man dann schon in Privateinfahrten parken. Ein paar Meter weiter soll auf einem einstigen Gartengrundstück ein Doppelhaus entstehen. Alltagsgeschäft für eine Bauverwaltung – aber hier gab es Zweifel. Nämlich die, ob tatsächlich sechs Parkplätze auf den Vorplatz passen.

Tobias Werning, Landwirt aus Greven, will mit einem Kollegen das Grundstück bebauen. „Wir können hier sogar sieben Autos unterbringen“, sagt er.

Aber die Bauausschussmitglieder sind da skeptisch. Vier Wagen stehen derzeit auf dem Parkplatz. Das angrenzende Gebäude mit zwei Wohnungen gehört auch dem Grevener. Wie es um den Parkplatzbedarf in der modernen Welt so aussieht, erfuhr dort das grüne Bauausschussmitglied Joost Sträter: „Oben wohnt ein Ehepaar mit zwei Autos, dann haben sie noch einen Dienstwagen.“ Womit der Werkstattwagen auf dem Parkplatz gemeint war. Bernd Schweighöfer (SPD) begutachtete das Gelände und sagte: „Ein Einfamilienhaus wäre hier auch gut.“

Tobias Werning versicherte derweil dem Ausschuss, dass er seine Grundstücksgrenze nicht ausgereizt habe, da sei noch mehr Platz.

In der Debatte verteidigt Anne Raffel (CDU) den Plan, schließlich wolle man in Saerbeck Innenraumverdichtung ermöglichen: „Die Sache mit den Parkplätzen muss vom Kreis geklärt werden.“ Zu beschließen hatte der Ausschuss eine Änderung des Bebauungsplanes, um den Bau generell zu ermöglichen. Dem stimmte man knapp mit sieben Ja-, gegen sechs Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen zu. Die Baugenehmigung muss der Kreis erteilen, wobei es um Parkplätze geht. Pro Wohneinheit fördern die Saerbecker 1,5 Plätze.

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