Architektenwettbewerb für eine neue CAJ-Jugendbildungsstätte
Finanzierung ist noch offen

Saerbeck -

Mehrere Architekten haben in den vergangenen Monaten Entwürfe gezeichnet und modelliert.

Montag, 07.09.2020, 10:55 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 23:12 Uhr
Die künftige CAJ-Bildungsstätte würde auf eine Kirchengelände an Pastors Allee entstehen.
Die künftige CAJ-Bildungsstätte würde auf eine Kirchengelände an Pastors Allee entstehen. Foto: Günter Benning

Soviel steht für Johannes Dierker, Geschäftsführer der CAJ-Jugendbildungsstätte fest: „Der Ort ist super."

Dabei meint er nicht den gegenwärtigen Standort der Bildungsstätte im ehemaligen Schulgebäude der Bauerschaft Westladbergen. Sondern eine größere Ackerfläche, waldumrandet, zwischen Pastors Allee und dem Seniorenzentrum und in fußläufiger Nähe zum Badesee. Besitzerin ist die Saerbecker Kirchengemeinde.

Für dieses Gelände haben mehrere Architekten in den vergangenen Monaten Entwürfe gezeichnet und modelliert, die eine neue CAJ-Bildungsstätte zeigen. Nicht mehr in der Randlage, sondern im Herzen von Saerbeck.

„Im Augenblick ist das nur eine Idee“, schränkt Johannes Dierker ein. Der Wettbewerb wurde angestoßen, als noch niemand über Corona und die Folgen nachdachte – im vergangenen Jahr.

Der Siegerentwurf aus dem münsterischen Planungsbüro „henpohl architektur“ hat für den Geschäftsführer mehrere Vorteile. Erstens realisiert er insgesamt 110 Schlafplätze in den neuen Gebäuden. Derzeit sind es 74. Gleichzeitig gebe es Räumlichkeiten, die Treffen „in Privatsphäre“ ermöglichen. Damit könnten verschiedene Gruppen im Haus tagen, ohne sich in die Quere zu kommen.

Dass der Standard der Zimmer deutlich moderner sein wird als heute, ist selbstverständlich. Die Schlafräume erhalten jeweils eigene Badezimmer – bisher liegen Bäder und Toiletten außerhalb auf den Fluren.

„Das Ganze kann nur gebaut werden, wenn das Bistum Münster die Finanzierung übernimmt“, sagt Dierker. Bisher wurden nur die Planungsmittel, also die Gelder für den Wettbewerb freigegeben.

Auch wenn der Betrieb wegen Corona derzeit eingebrochen ist, langfristig rechnet die CAJ mit ungebrochener Nachfrage. In diesem Jahr habe man 70 Prozent weniger Buchungen als gewohnt. Ansonsten gibt es rund 15 000 Übernachtungen im Jahr. „Wir sind zu 100 Prozent überbucht“, sagt Dier­ker. Das heißt, es gibt deutlich mehr Nachfragen als im Haus untergebracht werden können.

Die Lage des anvisierten Grundstücks ist ideal. Zentrumsnah und gleich beim Badesee. Derzeit wird sie noch als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Über die Kosten für einen Neubau kann Dierker nichts sagen. Auch nicht, was nach einem möglichen Umbau aus der jetzigen Jugendbildungsstätte werden soll. Die Räumlichkeiten jedenfalls sind für verschiedene alternative Nutzungen denkbar.

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