Rat ändert B-Plan für Doppelhaus-Bebauung
Mehrheit für Verdichtung

Saerbeck -

Ein Grevener Bauherr darf im Baugebiet Eschgarten II im Gartengrundstück zwei Wohnhäuser errichten.

Dienstag, 08.09.2020, 10:45 Uhr
Auf diesem ehemaligen Gartengrundstück soll ein Doppelhaus entstehen. Streit gab es wegen der notwendigen Parkplätze.
Auf diesem ehemaligen Gartengrundstück soll ein Doppelhaus entstehen. Streit gab es wegen der notwendigen Parkplätze. Foto: Günter Benning

Die Meinungen gingen auseinander, das Votum war aber eindeutig: Auf einem hinter der vorhandenen Bebauung liegenden Gartengrundstück im Baugebiet Eschgarten II darf ein Grevener Bauherr zwei Wohnhäuser errichten. Der Rat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Baugrenzen so anzupassen, dass ein Doppelhaus an dieser Stelle zulässig ist.

Dass es unterschiedliche Ansichten zu dieser Frage gab, hing mit den Parkplätzen zusammen, die für das Objekt nötig sind. Nach der Saerbecker Regelung sind pro Wohneinheit eineinhalb Stellplätze vorgeschrieben.

Da der Bauherr nebenan ein weiteres Doppelhaus besitzt, mussten sechs Parkplätze nachgewiesen werden, weshalb schon der Bauausschuss zuvor eine Ortsbesichtigung angesetzt hatte.

„Wir glauben, der Platz reicht nicht aus, die Zufahrt ist mit 2,50 Meter zu eng“, lehnt Bernd Schweighöfer von der SPD das Vorhaben ab. Auch Bürgermeister Wilfried Roos erklärte, er werde gegen das Vorhaben stimmen, „weil man das dort nicht realisieren kann.“ Trotzdem: Eine Mehrheit von 12 gegen 9 Stimmen setzte die Änderung des Bebauungsplanes durch.

Für die endgültige Baugenehmigung ist die Kreisverwaltung zuständig, im Genehmigungsverfahren muss dann auch die Frage geklärt werden, wie die sechs Parkplätze auf dem Gelände untergebracht werden können. Bereits vor Beginn des Verfahrens und auch während der ersten Auslegungsfrist ist eine Stellungnahme aus der unmittelbaren Nachbarschaft eingegangen, die eine Beeinträchtigung des eigenen Grundstückes durch den Neubau in erheblichem Ausmaß erwartet, liest man in der Verwaltungsvorlage. Hier geht es in erster Linie um die Befürchtung der noch weiteren Verschattung auf dem nachbarlichen Grundstück.

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