Für Gesamtschul-Erweiterung läuft jetzt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung
Egal welche Variante – der Umbau kostet Millionen

Saerbeck -

Die Kosten beruhen auf Schätzungen, daher schlägt die Verwaltung vor, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen.

Mittwoch, 02.12.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 09:54 Uhr
Die Gemeindeverwaltung stellt der Saerbecker Politik zwei mögliche Varianten vor, wie Platz geschaffen werden kann
Die Gemeindeverwaltung stellt der Saerbecker Politik zwei mögliche Varianten vor, wie Platz geschaffen werden kann Foto: Oliver Hengst

Die Maximilan-Kolbe-Gesamtschule hat Platzbedarf. Jetzt stellt die Gemeindeverwaltung der Saerbecker Politik zwei mögliche Varianten vor, wie Platz geschaffen werden kann. Jedes Mal geht es um eine Millionen-Investition. Erstmals wird sich der Jugend-, Schul- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 8. Dezember, um 18 Uhr in der Bürgerscheune damit befassen.

Im Laufe des Jahres wurde mit der Schulleitung der Raumbedarf ausführlich erörtert und daraus ableitend ein Raumprogramm entwickelt, heißt in einer Verwaltungsvorlage. Parallel wurde eine digitale Befragung des Lehrerkollegiums und der Schülerschaft vorgenommen, um neben dem räumlich-organisatorischen Bedarf auch qualitative Anforderungen der Schule aufzunehmen.

Einzelne Bedürfnisse, die sich aus der Befragung ergaben, wurden unabhängig von der Erweiterung bereits baulich umgesetzt. Als eine wesentliche Maßnahme ist für 2021 die Sanierung des WC-Trakts vorgesehen, die aus den Fördermitteln „Gute Schule 2020“ finanziert wird.

Die Gesamtschule nutzt die Räumlichkeit des nördlichen Trakts der „alten Hauptschule“, welcher deutlich sanierungsbedürftig sei, so die Vorlage. Die Sanierungskosten wurden 2017 grob auf 1,5 Millionen Euro geschätzt.

Für die Schulleitung ist denkbar, dass die Örtlichkeit der alten Hauptschule weiterhin genutzt werden kann. Es ist also nicht zwingend, dass die Erweiterung ausschließlich am Baukörper des Gesamtschulgebäudes erfolgen muss. Für die Verwaltung gibt es daher zwei Planungsvarianten.

  • Das Gesamtschulgebäude wird um einen Multifunktionsraum für ca. 1,1 Millionen Euro erweitert, und das Gebäude der alten Hauptschule wird für 1,5 Millionen Euro saniert.
  • Das Gebäude der alten Hauptschule wird abgerissen und durch einen funktionalen Neubau für ca. 2,6 Millionen Euro ersetzt. Das Gebäude der Gesamtschule wird für circa 0,8 Millionen Euro umgebaut. Weitere Nebenkosten (Abriss, Container etc.) werden auf 0,3 Millionen Euro geschätzt.

Da diese Kosten auf Schätzungen beruhen, schlägt die Verwaltung vor, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen. Sie berücksichtigt nicht nur die einmaligen Investitionskosten, sondern stellt über einen Zeitraum von 50 Jahren die Auswirkungen auf die jährliche Ergebnisrechnung der Gemeinde Saerbeck vollständig dar.

Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass im Frühjahr die Entscheidung für eine der beiden Varianten getroffen und die Planungsleistungen im ersten Halbjahr 2021 vergeben werden können.

Erst nach der Erstellung des Vorentwurfs können belastbare Kosten genannt werden. Die Planung, Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung benötigt etwa 12 Monate, so dass 2022 die Bauarbeiten begonnen und 2023 abgeschlossen werden können, so die Vorlage.

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