Taucher und Paddler von „Wasser+Freizeit“ versenken Grundgewichte im Badesee
400-Kilo-Treibanker am Kajak

Saerbeck -

Das schwimmende Trampolin mit Parcours-Landschaft wird eine neue Sensation in der nächsten Badesaison.

Donnerstag, 03.12.2020, 10:30 Uhr
Mit einer kleinen Fontäne lassen Taucher von Wasser+Freizeit die Luft aus dem Hebesack, bevor sie das 400-Kilogramm-Grundgewicht auf den Boden des Badesees versenken. Es soll im nächsten Sommer als Anker für den schwimmenden Aquasports-Park dienen.
Mit einer kleinen Fontäne lassen Taucher von Wasser+Freizeit die Luft aus dem Hebesack, bevor sie das 400-Kilogramm-Grundgewicht auf den Boden des Badesees versenken. Es soll im nächsten Sommer als Anker für den schwimmenden Aquasports-Park dienen. Foto: Gemeinde Saerbeck

Schwimmer im Badesee bei dezemberlichen acht Grad Wassertemperatur? Nicht ganz. Taucher und Kajak-Paddler des Vereins Wasser+Freizeit haben am Sonntag auf dem Seegrund eine Basis für die nächste Saison gelegt.

Eine ordentlich schwere Basis: 400 Kilogramm wiegen die scheibenförmigen Grundgewichte aus der Werkstatt des Gemeinde-Bauhofs. Dessen Mitarbeiter gossen die Teile aus Beton, fuhren sie hintenrum heran und versenkten sie am südlichen Ufer. Aufmerksamen Spaziergängern fielen an dieser Stelle Plastikflaschen auf, die wie vermeintlicher Müll im Wasser dümpelten. Sie dienten als Positions-Bojen.

Im Sommer kümmern sich Mitglieder des Münsteraner Vereins Wasser+Freizeit (W+F) ehrenamtlich um die Badeaufsicht am See. Die Wachgänger und ihre Helfer haben das Naturfreibad seit Jahrzehnten ins Herz geschlossen, kommen gerne und schieben Dienst. Für sie ist nach der Saison vor der Saison – und damit Zeit, etwas zu tun, um den Badesee noch attraktiver zu machen.

Das erledigten die Frauen und Männer am Sonntag mit Muskelkraft und Pressluft. Sie hoben die versenkten Grundgewichte eines nach dem anderen mit einem Hebesack an, verzurrten die Brocken mit Leinen an den Kajaks und paddelten mit diesem riesigen Treibanker längs über den See. Kalt wurde ihnen dabei gewiss nicht. In der Nähe der Stege ließen Taucher des Vereins die Luft aus den Hebesäcken und brachten die Gewichte an den Grund.

Den Plan dabei schildert Andreas Fischer, Leiter des Ressorts Wasserrettung bei W+F: Der Schwimmerbereich soll südlich der beiden Stege um etwa 25 Meter erweitert werden. Die Absperrleinen brauchen die Grundgewichte als Befestigungspunkte. In den zusätzlichen Bereich soll der Aquasports-Park umziehen.

Dieses schwimmende Trampolin mit Parcours-Landschaft, das ein bisschen an die TV-Show „Ninja Warriors“ erinnert, trieb in diesem Sommer erstmals für kurze Zeit zwischen den Stegen – und war mitten in den Corona-Auflagen sofort eine Sensation. Aber eine arbeitsaufwendige für die Leute von Wasser+Freizeit. Der Aquasports-Park schwamm vom Wachgebäude aus gesehen hinter dem ersten Steg. Um alles im Blick zu behalten, brauchte es eine zweite Aufsicht am gegenüberliegenden Ende des Sandstrands. Das gab der Personaleinsatzplan nur für kurze Zeit her. Am neuen Platz südlich der Stege ist die Sichtlinie frei, erklärt Andreas Fischer. Der Sports-Park kann voraussichtlich länger in Betrieb bleiben. Für Fischer ein angenehmer Nebeneffekt: Der Schwimmerbereich wird insgesamt größer, und Aquasports-Athleten kommen sich nicht mehr mit Schwimmern ins Gehege.

Um dahin zu kommen, investierten die Vereinsleute einen Sonntag und ein bisschen mehr als „Tauchübung“. Nach der Saison ist bei Wasser+Freizeit eben vor der Saison.

 

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