300 000-Euro-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“: Einigung über jeweilige Antragshöhen erzielt
So teilen sich die Vereine das Geld

Saerbeck -

300 000 Euro können aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ nach Saerbeck fließen. SC Falke, Reitverein St. Georg und die Schießgruppe Saerbeck Dorf haben sich jetzt nach längeren Gesprächen geeinigt, wie sie das Geld untereinander aufteilen wollen. Die Anträge sollen in Kürze verschickt werden.

Samstag, 30.01.2021, 06:09 Uhr
Der SC Falke will mit den Fördermitteln eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheim installieren lassen.
Der SC Falke will mit den Fördermitteln eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Vereinsheim installieren lassen.

Wegen erschwerter Bedingungen hat es länger gedauert als in anderen Gemeinden. Jetzt haben sich der SC Falke, der Reitverein St. Georg und die Schießgruppe Saerbeck Dorf aber geeinigt, wie sie die Mittel aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes NRW in Höhe von insgesamt 300 000 Euro untereinander aufteilen wollen.

Bürgermeister Dr. Tobias Lehberg informierte den Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag während der Sitzung darüber, dass nach mehreren Gesprächen, an denen auch der Kreissportbund beteiligt gewesen war, nun ein Ergebnis vorliegt.

Der größte Batzen des Geldes wandert demnach zum Reitverein, der wegen der geplanten Umsiedlung einen außergewöhnlich hohen Finanzbedarf hat. Für den Bau von Ställen und Reitplätzen sollen rund 195 000 Euro beantragt werden. Zuvor muss der 310 Mitglieder zählende Verein aber im Besitz eines Grundstücks sein, auf dem die Anlagen entstehen können. Die Verhandlungen hierzu laufen noch.

Vorstandsmitglied Birgit Schuh zeigt sich auf Nachfrage zuversichtlich, dass der Verein den Antrag im Laufe des Februars verschicken kann. Die St.-Georg-Reiter müssen, wie berichtet, ihren Standort wechseln, weil an ihrer bisherigen Heimstätte ein Neubaugebiet entstehen soll. Zur Diskussion steht, dass sie auf eine Fläche westlich der Riesenbecker Straße ausweichen.

Der SC Falke kündigt derweil an, rund 75 000 Euro aus dem Sportstättenprogramm zu beantragen. Mit dem Geld soll eine Photovoltaikanlage finanziert werden, die auf dem Dach des Vereinsheims installiert würde.

Unabhängig davon wird derzeit, wie berichtet, auch über einen Kunstrasenplatz nachgedacht. Hierzu will die Verwaltung Gespräche mit dem Sportverein aufnehmen. Dabei geht es unter anderem darum, zu erfahren, in welchem Rahmen sich die Investitionskosten bewegen. Ein konkreter Antrag, darauf wies Lehberg in der Sitzung hin, liege noch nicht vor.

Dritter Antragsteller ist die Schießgruppe. Sie will knapp 30 000 Euro beantragen. Nach den Worten der Vereinsvorsitzenden Anja Welp soll das Geld in die Digitalisierung der Schießanlage fließen.

Nach den Vorgaben des Sportstättenprogramms werden mindestens 50 Prozent, aber nicht mehr als 90 Prozent der geplanten Maßnahme gefördert. Um ihren jeweiligen Eigenanteil zu finanzieren, planen sowohl der Reitverein als auch die Schießgruppe, einen Kredit aufzunehmen. Um günstige Konditionen mit der Bank aushandeln zu können, würde eine Ausfallbürgschaft der Gemeinde helfen. Der Hauptausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, diese Bürgschaften zu gewähren. Der SC Falke hatte angekündigt, dass er nach derzeitigem Stand keine Ausfallbürgschaft benötigt.

Mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten Vereine erstmalig Zuwendungen direkt aus der Landeskasse. Bislang werden sie vor allem mit Mitteln aus der Sportpauschale des Gemeindehaushaltes unterstützt.

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