Schülerbeförderung in den Außenbereichen
Zunächst bleibt alles beim Alten

Saerbeck -

Bei der Beförderung von Kindern aus den Außenbereichen zur St.-Georg-Grundschule bleibt zunächst alles beim Alten. Die CDU-Fraktion hatte eine Gleichbehandlung angemahnt. Die sei gegenwärtig nicht gewährleistet, weil zum Beispiel Sinninger Kinder nicht mit dem Kleinbus der Gemeinde befördert werden.

Donnerstag, 11.02.2021, 07:00 Uhr

In einem Antrag der CDU-Fraktion ist von „gleichwertigen Verhältnissen“ die Rede, die bei der Beförderung von Schülern aus den Außenbereichen zur St.-Georg-Grundschule gelten sollten. Nach Überzeugung der Christdemokraten fehlt eine solche Gleichbehandlung derzeit allerdings. Sie haben deshalb den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzeptes zu beauftragen.

Die Verwaltung schlug darauf hin vor, die Beförderung für das kommende Schuljahr in der bisherigen Form zu belassen. Demnach werden aktuell acht Schüler mit einem Kleinbus der Gemeinde zur Schule gebracht, weitere fünf – sie wohnen in Sinningen – werden von ihren Eltern gefahren. Für die folgenden Schuljahre soll geprüft werden, inwieweit Handlungsbedarf besteht und womöglich ein Konzept erstellt werden muss. Außerdem stellt sich die Frage, ob gegebenenfalls ehrenamtliche Fahrer rekrutiert werden können. Für diesen Verwaltungsvorschlag zum weiteren Vorgehen sprach sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aus.

„Wir benötigen eine Dauerlösung“, hatte Florian Bücker (CDU) in der Sitzung des Hauptausschusses betont, in der der Punkt vorberaten worden war. CDU-Fraktionschef Bernd Willebrandt sprach von einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“, wenn Sinninger Schüler nicht mitgenommen werden vom Bus.

Schulamtsleiter Guido Attermeier wies darauf hin, dass die Gemeinde laut Schülerfahrtkostenverordnung über Art und Umfang der Beförderung entscheidet. Sie ist außerdem nicht verpflichtet, für eine Beförderung zu sorgen, wohl aber müsste sie die Kosten übernehmen, wenn ein Schüler mit einem Privatauto zur Schule gebracht wird. Hierfür werden die Eltern mit 13 Cents pro Kilometer entschädigt.

Laut Verwaltung werden im Schuljahr 2021/2022 voraussichtlich alle zehn Grundschulkinder, die im Außenbereich wohnen, mit dem Kleinbus zur Grundschule chauffiert. Vorgesehen ist, dass in einer ersten Tour auch die beiden Kinder aus Sinningen zusteigen. Schulkindern aus Westladbergen soll wie bisher ein Busticket zur Verfügung gestellt werden.

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