Gemeinde beantragt Fördermittel für Offene Ganztagsgrundschule
88 000 Euro auf die Schnelle

Saerbeck -

Es klingt fast, als hätte die Gemeinde das große Los gezogen, wenn sie sich nur beeilt. 75 500 Euro stehen ihr rein theoretisch aus einem neuen Fördertopf für die Ganztagsbetreuung zu. Minimum. Womöglich erhöht sich der Betrag noch auf 350 000 Euro.

Freitag, 12.02.2021, 05:00 Uhr
Schüler und Schülerinnen der Offenen Ganztagsgrundschule trommeln in der AG „Drums Alive“ (Archivfoto): Für Ausstattung und Einrichtung des Betreuungsangebotes steht jetzt Fördergeld zur Verfügung. Unter anderem soll damit eine neue Küche sowie zusätzliches Mobiliar finanziert werden.
Schüler und Schülerinnen der Offenen Ganztagsgrundschule trommeln in der AG „Drums Alive“ (Archivfoto): Für Ausstattung und Einrichtung des Betreuungsangebotes steht jetzt Fördergeld zur Verfügung. Unter anderem soll damit eine neue Küche sowie zusätzliches Mobiliar finanziert werden. Foto: e

Es klingt fast, als hätte die Gemeinde das große Los gezogen, wenn sie sich nur beeilt. 75 500 Euro stehen ihr rein theoretisch aus einem neuen Fördertopf für die Ganztagsbetreuung zu. Minimum. Womöglich erhöht sich der Betrag noch auf 350 000 Euro. Das Förderprogramm soll einem – so die offizielle Bezeichnung – „Beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“ dienen.

Aber wofür könnte das Geld ausgegeben werden? Kämmerer Guido Attermeier hat jetzt quasi im Hauruckverfahren zusammen mit dem Träger der Offenen Ganztagsgrundschule und der Grundschulleitung eine Liste mit Anschaffungen und kleinen Sanierungsmaßnahmen aufgestellt. Die Zeit drängte, weil der Gemeinde von der Veröffentlichung der Förderrichtlinie bis zur Antragstellung eine Frist von nur einem Monat blieb. „Das Programm wurde mit einer sehr kurzen Frist auf den Markt geworfen“, erklärte Attermeier kürzlich in der Ratssitzung. Es gebe Gemeinden, die deshalb keinen Antrag stellen wollten.

Der Saerbecker Rat jedoch gab auf Vorschlag der Verwaltung grünes Licht für eine Antragstellung. „Bevor das Geld verfällt“ hatte der Kämmerer hierzu geraten. Wenn man den Eigenanteil von 15 Prozent hinzurechnet, kommen rund 88 000 Euro zusammen, die in die Ganztagsgrundschule fließen würden. Das will man sich nicht aus den Lappen gehen lassen. Mit dem Geld soll zum Beispiel eine neue Küche bezahlt werden. Kostenpunkt: rund 10 000 Euro. Für einen neuen Anstrich der OGS-Räume werden 15 000 Euro veranschlagt. Und für eine Sanierung des Behinderten-WCs sowie den Bau einer neuen Toilette für die Betreuerinnen wurden nochmals 15 000 Euro veranschlagt. Weitere 10 000 Euro sollen in neue Einrichtungsgegenstände wie Mobiliar, flexible Raumteiler, Schränke und Teppiche fließen. Ein Teil des Fördergeldes soll außerdem in die Digitalisierung der Räume investiert werden: 30 000 Euro könnten für Kabelarbeiten, Wandbildschirme und Endgeräte ausgegeben werden.

Bis zum 28. Februar muss der Antrag bei der Bezirksregierung Münster vorliegen. Womöglich, so viel konnte Attermeier in Erfahrung bringen, könnte diese Frist aber noch verlängert werden. Auch eine Aufstockung der Mittel stehe im Raum. Für den Fall will die Gemeinde ein Gesamtkonzept erstellen. So wie bei dem über mehrere Förderperioden laufenden Landesprogramm „Gute Schule 2020“ für Sanierung, Ausbau und Digitalisierung von Schulen.

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