Kolping kommt kaum nach
600 Paar Schuhe verpackt

Greven -

Über 600 Paar Schuhe mit einem Gewicht von weit über einer Tonne sammelten die Saerbecker Kolpingsmitglieder. Am Wochenende wurde noch einmal zum Schlusssport geblasen. Am Ende wurden die Schuhmengen mit einem Bulli direkt zum Paketverteilzentrum der Post in Reckenfeld gefahren. Kolpingvorsitzender Bücker zeigte sich mit dem Erfolg der Aktion sehr zufrieden.

Montag, 01.03.2021, 07:00 Uhr
Bei der Kolping-Aktion waren durch Menge und Corona immer neue Herausforderungen zu bewältigen. 86 Pakete mit einem Gewicht von 1,624 Tonnen wurden versandt
Bei der Kolping-Aktion waren durch Menge und Corona immer neue Herausforderungen zu bewältigen. 86 Pakete mit einem Gewicht von 1,624 Tonnen wurden versandt Foto: Kolping

In den letzten Tagen der Schuhaktion der Kolpingsfamilie gab es noch einmal einen regelrechten Ansturm auf die beiden am Eingang des Mehrgenerationenhauses aufgestellten Mülltonnen.

Karl-Heinz Wirsen und seine Mitstreiter Johannes Stegemann und Gerhard Lepkojus mussten auch tagsüber immer wieder leeren und nicht wie in den Monaten zuvor jeden Abend, heißt es in einer Mitteilung des Kolping.

26 Pakete gepackt

Das dicke Ende kam danach: Noch einmal türmten sich 600 Paar Schuhe im Keller des MGH. Mit Unterstützung seiner Frau füllten Wirsen und sein Team noch einmal 26 Pakete. Die Gesamtbilanz übertraf alle Erwartungen und Vorjahresergebnisse: 86 Pakete mit 2480 Paar Schuhen im Gewicht von 1,624 Tonnen.

Bis dahin gab es allerdings einige Corona- und mengenbedingte Herausforderungen zu meistern.

Als erstes wurde die Idee geboren, Mülltonnen außen aufzustellen statt der gewohnten Kiste im Eingangsbereich des MGH. Wegen der Pandemie konnten nicht wie sonst leere Kartons in den Geschäften besorgt werden. Dafür fand sich ein Spender, der zunächst 50 Pappkisten und angesichts des besonderen Erfolgs in den letzten Tagen noch einmal 30 Kartons zur Verfügung stellte.

Nächstes Problem wurde der Versand. In dieser Menge konnten die Pakete nicht in der Postfiliale aufgegeben werden. Also wurden 35 Pakete in den Kleinbus der Kolpingsfamilie gepackt und direkt im Paketzentrum in Reckenfeld aufgegeben.

Rekordergebnis

Drei Tage vor Ende der Aktion war es geschafft, alle Schuhe verpackt, gerade noch vier Pakete waren auf den Weg zu bringen. Damit waren es 63. Die hätten in Saerbeck aufgegeben werden können.

Aber dann kam das Wochenende und der Montag. In diesen drei Tagen wurden nochmals 600 Paare eingeworfen und neben die Tonnen gestellt. Weitere 23 Pakete konnten damit gefüllt und mussten wieder nach Reckenfeld gebracht werden.

Kolping-Vorsitzender Alfons Bücker zeigt sich tief beeindruckt von dem Rekordergebnis und vor allem über den Einsatz, den das Schuh-Team in knapp drei Monaten geleistet hat: „Es war eine Gemeinschaftsleistung der Saerbecker, die sich von ihren Schuhen getrennt haben, des Kartonspenders und natürlich unserer Ehrenamtlichen, die diese Menge bewältigt haben.“

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