Osterweg der evangelischen Kirchengemeinde
Es geht um mehr, als ums Eiersuchen

Saerbeck -

Rund 50 Saerbeckerinnen und Saerbecker sind den Osterweg gegangen, für den die evangelische Kirche Emsdetten-Saerbeck acht Stationen aufgebaut hatte.

Dienstag, 06.04.2021, 08:44 Uhr aktualisiert: 06.04.2021, 08:50 Uhr
Hartmut und Brigitte Fink beugen sich am Samstag an der Arche über die Wegbeschreibung des Osterweges.
Hartmut und Brigitte Fink beugen sich am Samstag an der Arche über die Wegbeschreibung des Osterweges. Foto: Katja Niemeyer

Quizfragen beantworten, Botschaften auf Luftballons malen und ein Band befestigen zwischen Krippe und Kreuz – die evangelische Kirchengemeinde Emsdetten-Saerbeck hat sich für einen Osterweg durch die Klimakommune vielfältige Aktionen ausgedacht, um die österliche Botschaft rüberzubringen.

Im Grunde genommen, sagt Jugendreferentin Frederike Holtmann, „ist es ein Gottesdienst, nur eben in einer anderen Form“. Erlebt werden konnte dieser bei einem rund drei Kilometer langen Gang durchs Dorf, entlang von acht Stationen und mit Mitmach-Aktionen sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Mit der Resonanz auf die Aktion zeigte sich die Jugendreferentin sehr zufrieden. Bis Montagmittag hatten sich ihr zufolge rund 50 Saerbeckerinnen und Saerbecker auf den Weg durchs Dorf gemacht, darunter vor allem Familien. Gestern Abend wurden die Stationen wieder abgebaut.

Unter die Osterweg-Gänger hatten sich am Samstag auch Brigitte und Hartmut Fink aus Emsdetten gemischt. An der Arche beugten sie sich über die Wegbeschreibung, die Frederike Holtmann ihnen zusammen mit einem Briefumschlag, in dem sich unter anderem ein Faden befand, in die Hand gedrückt hatte. Ein Ende des Fadens knotete das Kirchenvorstandsmitglied Brigitte Fink wenig später beim Bürgerhaus, der zweiten Station des Osterweges, an ein Kreuz, das die Jugendreferentin dort extra aufgestellt hatte. Das zweite Ende wurde an einem Banner befestigt, auf dem „Fürchtet Euch nicht“ und eine Krippe zu sehen waren.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die evangelische Kirche alle Gottesdienste über Ostern abgesagt. Der Osterweg sollte ein Stück weit Ersatz sein – analog und mit Abstand. „Wir wollten den Menschen die Botschaft des Osterwunders auf einem anderen Weg näher bringen“, sagt Frederike Holtmann. „An Ostern geht es eben um mehr, als ums Eiersuchen.“

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