Gefeierte „Hairspray“-Premiere im Martin-Luther-Haus
Show mit unheimlichem Drive

Burgsteinfurt -

Das Publikum hat die „Hairspray“-Premiere der Steinfuter Musical-Company am Wochenende gefeiert. Die Show hatte einen unheimlichen Drive.

Sonntag, 07.12.2014, 15:10 Uhr aktualisiert: 08.12.2014, 15:10 Uhr
Corny Collins hat seine Show fest im Griff. Die Steinfurter Musical-Company setzte den Broadway-Klassiker „Hairspray“ am Wochenende blendend in Szene.
Corny Collins hat seine Show fest im Griff. Die Steinfurter Musical-Company setzte den Broadway-Klassiker „Hairspray“ am Wochenende blendend in Szene. Foto: Rainer Nix

„Überragend“, „phänomenal“, „professionell und witzig“. „So wird Steinfurt noch berühmt!“ Das Publikum hat sich in seiner Begeisterung bei der Premiere des Musicals „Hairspray“ am Freitagabend im Martin-Luther-Haus überschlagen. Die „Musical Company“ hat dort ganze Arbeit geleistet. „Ihr seid das beste Ensemble“, lobten Daniel Lücke und Andreas Jolk als Regisseure ihre Darsteller am Schluss der Aufführung. Vergessen war der Zoff in der „Vorstandsetage“ des Vereins Mitte des Jahres, der zu einer Umstrukturierung des Vorstandsteams geführt hatte. Letztlich zählte allein der künstlerische Anspruch, der in faszinierender Weise umgesetzt wurde. Die Zuschauer erlebten einen quirligen Mix aus Tanz- und Gesangsnummern im Stil der frühen 1960er Jahre. Die Darsteller glänzten auch mit ihren stimmlichen Qualitäten.

Musical-Company Steinfurt präsentiert „Hairspray“

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  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
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  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
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  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
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  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix
  • Impressionen von der Aufführung „Hairspray“ der Musical-Company Steinfurt im Martin-Luther-Haus Foto: Rainer Nix

Zur Story: Baltimore 1962, die etwas pummelige Schülerin Tracy Turnblad (Mareike Krebs) möchte für ihr Leben gern in der „Corny-Collins-Show“ mittanzen. Ihre einzige Freundin: Die zunächst naiv wirkende Penny Pingleton (Katharina Fockenbrock). In der angesagtesten Show der Stadt sind die beliebtesten und hübschesten Teenager zu finden. Als Tracy vortanzen will, erntet sie zunächst nur Spott, wird aber dann gerade durch „Das-nette-Mädchen-von Nebenan“-Image selbst zum Star. Sie verliebt sich in den Elvis-Verschnitt Link Larkin (Jakob Lagemann), der zuerst nur Augen für die arrogante Amber von Tussle (Farina Mellies) hat.

Aufsehen erregt Tracy mit ihrer öffentlichen Kampagne gegen die Trennung von Schwarzen und Weißen, was in der Zeit noch ein brisantes Thema war. Damit scheint sich die Protagonistin ins gesellschaftliche „Aus“ manövriert zu haben. Ist es wirklich so?

Tracy Turnblad, souverän dargestellt von Mareike Krebs, scharte eine Fülle skurriler Figuren um sich. Urkomisch: Daniel Lücke als ihre Mutter Edna. Wie schon beim Shakespeare-Theater des 16. Jahrhundert agierte ein Mann in Frauenkleidern. Herrlich schrullig kam Vater Turnblad in Gestalt von Hannes Kalter als Besitzer eines Ladens für Scherzartikel daher. Umwerfend schräg: Andreas Jolk in der Gastalt von Showstar Corny Collins. Der professionell, doch arrogant und karrieregeil wirkende Frontman im Glitzerkostüm wechselt schließlich die Seiten. Er wirkt sogar dabei mit, Tracy doch noch eine Chance auf den Titel „Miss Teenage Hairspray“ zu verschaffen.

Wunderbare Szenen mit total überdrehten und kreischenden Teens, fetzige Musik, meisterhaft interpretiert von Dirigent Lennart Böwering und seinen Musikern sowie ein bei aller Komik sozialkritischer Hintergrund prägten das mit unerhörtem „Drive“ dargebotene Musical.

Der Respekt galt am Ende sämtlichen Akteuren in Haupt- und Nebenrollen sowie allen Mitwirkenden hinter den Kulissen.

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Weitere Aufführungen am 18., 19. und 20. Dezember, jeweils 20 Uhr im Martin-Luther-Haus.

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