Vortrag zur Freimaurerei
Steinfurter Loge trägt die Nummer 148

Burgsteinfurt -

Am kommenden Donnerstag (1. Juni) ab 20 Uhr hält Manfred Nauert einen Vortrag im Huck-Beifang-Haus zum Thema „Die Freimaurerei – Von dem Ursprung zu den Aufgaben in der postmodernen Gesellschaft“. Im Anschluss findet eine Diskussion und Fragestunde mit den Gästen statt. Nauert ist selbst Mitglied der Steinfurter Freimaurerloge.

Sonntag, 28.05.2017, 13:46 Uhr

International feiert die Freimaurerei in diesem Jahr ihr 300-jähriges Bestehen, schreibt die örtliche Loge in ihrer Presseankündigung. In London schlossen sich 1717 drei bereits bestehende Logen zu einem gemeinsamen Bund zusammen und bildeten die erste „Großloge“.

Auch in Deutschland begann die Geschichte der Freimaurerei im 18. Jahrhundert. Schon bald, nachdem 1737 in Hamburg die erste Loge in Deutschland gegründet worden war, nahm die Entwicklung hierzulande einen stürmischen Verlauf. Die Logen wurden einfach der Reihe nach durchnummeriert. Die Hamburger Loge bekam die Nummer 1, die Steinfurter Loge 1785 die Nummer 148. In den 48 Jahren nach der ersten Gründung wurden damals also pro Jahr drei Logen gegründet. Deutschland dürfte zu der Zeit etwa 20 bis 25 Millionen Einwohner gehabt haben. „Eine unglaubliche Dynamik“, schreibt die Steinfurter Loge. Die Grundprinzipien der Logen beruhten auf den von James Anderson 1723 formulierten „Alten Pflichten“.

In Steinfurt gründete Siegfried von Gue, der beim damaligen Reichsgrafen Ludwig zu Bentheim und Steinfurt angestellt war, die Loge „Ludwig zum flammenden Stern“. Der Name des Grafen wurde zum Dank für seine Schirmherrschaft in den Namen der Loge mit aufgenommen.

Siegfried von Gue leitete die Loge bis 1789, dann übernahm am 26. Februar 1789 J.M. Verkruzen dieses Amt von ihm. Die Spuren der Loge verlieren sich ab 1805. Sie wurde damals für ruhend erklärt. Neugegründet wurde sie dann erst wieder am 22. November 1985, auf den Tag genau 200 Jahre nach der ersten Gründung.

Mittlerweile gehören über 40 Brüder, so nennen sich die Mitglieder untereinander, dieser Loge an. Und, genau wie vor über 230 Jahren, gehören heute viele Nationalitäten zu der Steinfurter Loge „Ludwig zum flammenden Stern.“

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