Körperverletzung vor Pizzeria
Elisabethschule darf sich auf 1200 Euro freuen

Burgsteinfurt -

Eine Schlägerei vor einer Pizzeria in Burgsteinfurt war am Dienstag Gegenstand eines Prozesses vor dem Amtsgericht. Der Inhaber und ein Mitarbeiter mussten sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Letztendlich wurde das Verfahren mit einer Geldauflage eingestellt.

Dienstag, 30.05.2017, 23:00 Uhr aktualisiert: 01.06.2017, 12:37 Uhr

Anlass für die Auseinandersetzung im September 2016 war eine vermeintliche Missachtung der Vorfahrt eines Pizzaboten. Das Opfer der Schlägerei, ein 30 Jahre alter Mann aus Burgsteinfurt, ärgerte sich so dermaßen darüber, dass er den Verkehrsrowdy bis zur Pizzeria verfolgte und den 49-Jährigen zur Rede stellte. Dabei schubste der 30-Jährige den Pizzaboten. Das bekamen der Inhaber der Pizzeria und der dort beschäftigte Neffe des Pizzafahrers mit. Beide eilten ihrem Kollegen zur Hilfe und sollen dabei den Vater einer dreijährigen Tochter geschlagen haben. Der trug Prellungen am Brustkorb, an der Hand und am Kopf davon.

Die beiden 28 und 26 Jahre alten Angeklagten aus Burgsteinfurt bestritten, den 30-Jährigen geschlagen zu haben. Das vermeintliche Opfer gab zu, nach dem Vorfahrtvorfall sehr wütend gewesen zu sein. „Meine Frau und meine Tochter waren mit im Auto. Diese Pizzaboten fahren immer wie die Wilden.“ Seine 30 Jahre alte Ehefrau bestätigte, dass sowohl der Inhaber der Pizzeria als auch sein Mitarbeiter zugeschlagen hätten.

Der Verteidiger des Pizzeria-Mitarbeiters schlug eine Einstellung des Verfahrens mit einer Geldauflage vor. Sowohl die Staatsanwältin als auch die Richterin rangen sich dazu durch. Aber auch der Rechtsanwalt musste seinen Mandanten nebst Arbeitgeber davon überzeugen. Das übereinstimmende Ergebnis: Beide Angeklagten zahlen jeweils 600 Euro an den Förderverein der St. Elisabethschule in Burgsteinfurt.

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