Kinder-Uni
Aha-Effekte im Hörsaal

Burgsteinfurt -

Selbst die Zugkraft von 30 Pferden konnte die zwei „Magdeburger Halbkugeln“ nicht voneinander trennen, in deren Inneren es einem gewissen Otto von Guericke 1654 erstmals gelungen war, die totale Leere, also ein Vakuum zu erzeugen. Eins von vielen eindrucksvollen Experimenten, die die Kinder-Uni an der FH am Dienstagnachmittag für kleine Forscher bereithielt. Auch wenn mangels Pferden nur eine Wasserkiste an den durch ein Vakuum verbundenen Halbkugeln hochgehoben wurde.

Mittwoch, 31.05.2017, 15:27 Uhr aktualisiert: 01.06.2017, 12:37 Uhr
Eifrige Jung-„Studenten“: Bei der Physikshow bezog Hochschullehrer Hans-Christoph Mertins seine jungen Zuhörer immer wieder in das Geschehen ein.
Eifrige Jung-„Studenten“: Bei der Physikshow bezog Hochschullehrer Hans-Christoph Mertins seine jungen Zuhörer immer wieder in das Geschehen ein. Foto: jspi

Keine Frage, mit ihrer Wissenschaftsshow zogen Prof. Hans-Christoph Mertins und Andreas Galle vom Fachbereich Physikalische Technik die zahlreiche Kindern zwischen acht und zwölf Jahren in den Bann.

Wieso braucht man zum Musikhören Luft in der Umgebung? Warum hat man im Flugzeug ein komisches Gefühl in den Ohren und wie funktioniert eigentlich die Übertragung eines Handygesprächs? Diese und viele andere Fragen beantworteten Mertins und Galle den jungen Zuhörern anhand aufwendig vorbereiteter Experimente, die für manchen Aha-Effekt sorgten.

Die Physikshow sollte an einem „authentischen“ Ort stattfinden, daher durften viele der Kinder zum allerersten Mal auf einer Hörsaalbank Platz nehmen. Denn die Verantwortlichen wollen die Schüler, insbesondere auch die Mädchen, für eine naturwissenschaftlich-technische Laufbahn begeistern. „Wenn ihr älter und größer seid, sitzt ihr vielleicht als Studenten in diesen Reihen“, ermunterte Dr. Barbara Herrmann, Direktorin beim Kooperationspartner Kulturforum, die Kinder. Mertins machte den jungen Forschern noch einen besonderen Vorzug eines Studiums der Physikalischen Technik schmackhaft: „Die Geräte, die ihr hier seht, sind unser Spielzeug. Wir können also ein Leben lang spielen!“, scherzte er.

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