Neuer Leiter der Stadtbücherei
„Ich bin hier toll aufgenommen worden“

Burgsteinfurt -

Mit seinen 55 Jahren ist er ein „alter Hase“ im Geschäft, der über viel Erfahrung verfügt. Aber am Donnerstag, am Tag eins seiner Tätigkeit als Leiter der Stadtbücherei, prasselte auf Kaj-Jürgen Dönneweg jede Menge Neues ein. „Das Team hält mich über Wasser“, zeigt sich der gebürtige Leeraner (nein, nicht das bei Horstmar, sondern das in Ostfriesland) dankbar für die Unterstützung. „Das Team“, das ist an diesem Vormittag in erster Linie Cornelia Eissing. Die langjährige Bibliotheksmitarbeiterin und rechte Hand der früheren Leiterin Monika Frieling macht den „Neuen“ mit dem Alltagsbetrieb vertraut – mit all seinen Facetten.

Donnerstag, 01.06.2017, 23:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2017, 15:08 Uhr
Hießen Kaj-Jürgen Dönneweg an seinem ersten Arbeitstag im Stadtweinhaus willkommen: Die Mitarbeiterinnen Cornelia Eissing (r.) und Nicole Hafner.
Hießen Kaj-Jürgen Dönneweg an seinem ersten Arbeitstag im Stadtweinhaus willkommen: Die Mitarbeiterinnen Cornelia Eissing (r.) und Nicole Hafner. Foto: Schippers

Und so sitzt Dönneweg an diesem Vormittag vor dem Computer direkt am Eingang, mit dem die Ausleihe abgewickelt wird. Ein Platz, den er auch künftig regelmäßig einnehmen will. „Denn“, wie der neue Büchereileiter betont, „ich will nicht in irgendeinem Büro Verwaltungstätigkeiten ausüben, sondern den direkten Kontakt zum Nutzer suchen.“ Dönneweg ist ein klassischer Quereinsteiger. Zum Bibliothekswesen kam er über die medizinische Hochschule in Hannover, wo er im Dokubereich tätig war.

Seine nächste berufliche Station war Lörrach, wo er am staatlichen Schulamt zunächst die Zentralbibliothek und – nach einigen Umstrukturierungen – später die Hauptbibliothek der Hochschule leitete. Private Veränderungen führten ihn anschließend nach Haar bei München, wo er in Mutterschaftsvertretung die Gemeindebibliothek führte.

Jetzt also der Wechsel nach Steinfurt. Was hat den Diplom-Bibliothekar an der Aufgabe gereizt? „Die Stelle passte, außerdem wollte ich gern wieder ins Münsterland ziehen“, spricht Dönneweg seine Studentenzeit an. Einen Teil davon verbrachte er Anfang der 1980er-Jahre an der Uni Münster, wo er einige Semester Jura studierte. Erst später wechselte er das Fach, machte sein Hobby Literatur zum Beruf.

Die Kreisstadt selbst kennt er erst seit wenigen Tagen – und ist doch schon voll des Lobes. Der Ort sei mit seinem historischen Flair und seiner schönen Umgebung sehr reizvoll. Auch von seiner neuen Arbeitsstelle, dem Stadtweinhaus, zeigt er sich beeindruckt. Wichtig war dem neuen Büchereileiter, dass er im Fall der Fälle schnell in der Bibliothek ist. Seine Wohnung liegt quasi direkt um die Ecke, im Huth‘schen Garten.

Großen Wert legt er auf eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem bestehenden Büchereiteam. „Ich sehe da keine Probleme, so toll, wie ich hier aufgenommen worden bin“, sagt er. Noch keinen Kontakt hatte er bis dato zum Förderverein. Gleichwohl betont er dessen Wichtigkeit und lobt seine Arbeit. Als er erstmals die Stadtbücherei betreten habe, sei ihm gleich der Treppenlift aufgefallen. Ihn hatte der Förderverein jüngst einbauen lassen. Nach und nach will Dönneweg sich jetzt den Institutionen und Kooperationspartnern in der Stadt vorstellen.

Noch steht er ganz am Anfang seiner Tätigkeit in Steinfurt. Aber schon jetzt stellt er fest: „Meine Vorgängerin hat hier hervorragende Arbeit geleistet.“ Diese in ihrem Sinne weiterzuführen, sei Ehre und Ansporn zugleich.

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