Experten für alte Autos
Damit der Oldtimerkauf gelingt

Steinfurt -

Für die einen sind es einfach nur alte Autos, für andere Träume auf vier Rädern und für noch andere einfach eine gute Investition: Historische Fahrzeuge üben auf viele eine große Faszination aus. Allerdings können sie sich ohne gute Kenntnisse auch schnell als teurer Fehlkauf herausstellen.

Donnerstag, 01.06.2017, 20:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2017, 15:08 Uhr
Stellten den neuen Weiterbildungslehrgang vor: Rolf Diekmann (juristischer Berater), Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Ulrich de Boer (Kompetenzpartner), Birgit Neyer (Geschäftsführerin WESt), Günter Schrade (Kreishandwerkerschaft) und Rolf Cosse (Deutsche Gesellschaft Automobiles Kulturgut, v.l.).
Stellten den neuen Weiterbildungslehrgang vor: Rolf Diekmann (juristischer Berater), Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, Ulrich de Boer (Kompetenzpartner), Birgit Neyer (Geschäftsführerin WESt), Günter Schrade (Kreishandwerkerschaft) und Rolf Cosse (Deutsche Gesellschaft Automobiles Kulturgut, v.l.). Foto: rs

Die International Racedays, bei denen es eine immer größer werdende Anzahl von bestens erhaltenen Oldtimern zu bewundern gibt, spiegeln es wieder: Der Trend zum Besitz eines klassischen Autos boomt. Beschränkte sich der Kauf eines Old- oder Youngtimers früher auf einige wenige Enthusiasten, wird er nun zunehmend für einen größeren Liebhaberkreis attraktiv. Nicht ausschließlich die Leidenschaft für das Automobil steht dabei im Vordergrund – die Anschaffung eines klassischen Wagens ist auch eine Investition, die im besten Fall ordentlich Rendite abwirft. Indes: Beim Kauf eines historischen Fahrzeugs kann der Interessent viel falsch machen. „Schwarze Schafe gibt es in der Branche leider einige“, weiß Rolf Cosse, Präsident der Deutschen Gesellschaft Automobiles Kulturgut (DGAK). Mit einer Weiterbildungsmaßnahme für Fachleute aus der Kfz-Branche reagiert die DGAK nun auf die offensichtlich bestehenden Defizite. „Fachwirt automobiles Kulturgut“ heißt die Zusatzqualifikation unter dem Dach der zurzeit in Gründung befindlichen Deutschen Akademie Automobiles Kulturgut, die Absolventen künftig zu Spezialisten historischer Fahrzeuge machen soll. „Sie fungieren als kompetente Ansprechpartner beim Kauf oder auch Verkauf von Oldtimern“, erläuterte Cosse am Mittwoch bei der Vorstellung des Angebots. Die Weiterbildungsmaßnahme vermittle kaufmännische, technische wie auch fachspezifische Inhalte und befähige den Absolventen zur umfassenden Beratung von der Erstellung von Restaurierungsplänen über Zeitwertberechnungen bis hin zur Vermittlung von geeigneten Fachwerkstätten, die dem Projekt als Kompetenzpartner angeschlossen sind.

„Es macht Sinn, nicht nur die Digitalisierung des Automobils in den Fokus zu rücken, sondern auch das automobile Kulturgut“, betonte Günter Schrade. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf, die als Kooperationspartner des Weiterbildungsgangs fungiert, zeigte sich überzeugt, dass großes Interesse bei den Autohäusern an dem neuen Angebot besteht. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer hob auf die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung der Oldtimer-Branche ab. Die International Racedays, die zunehmend auch viele Besucher von auswärts anlockten, zeigten dies. Sie seien ein Pfund, mit dem Steinfurt wuchern könne.

Begleitet hat den Installationsprozess die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt). Geschäftsführerin Birgit Neyer wies darauf hin, dass die Märkte in der Autobranche in Bewegung seien. Neben dem Trend der Digitalisierung gebe es einen hohe Nachfrage nach Klassikern. Die Etablierung des neuen Lehrgangs trage dazu bei, automobile Werte zuverlässig bestimmen zu können.

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