Christina Schulze Föcking bei der konstituierenden Landtagssitzung
Noch kein Probesitzen auf Ministersessel

Steinfurt/Düsseldorf -

Christina Schulze Föcking lacht. Nein, auf einem der Ministersessel hat die CDU-Landtagsabgeordnete noch nicht Probe gesessen. Obwohl politische Insider sie ja schon als die nächste Umweltministerin handeln. Trotzdem: „Die konstituierende Sitzung des Landtags ist immer etwas ganz Besonderes.“ Am Donnerstag erlebte die Steinfurterin den Startschuss in eine neue Legislaturperiode schon zum dritten Mal. Was sie dabei empfindet? „Nach einer Wahl ganz viel Dankbarkeit.“

Freitag, 02.06.2017, 15:08 Uhr
Christina Schulze Föcking (r.) mit ihrer Fraktionskollegin Andrea Stullich aus dem Nachbarwahlkreis vor der konstituierenden Sitzung des Landtags.
Christina Schulze Föcking (r.) mit ihrer Fraktionskollegin Andrea Stullich aus dem Nachbarwahlkreis vor der konstituierenden Sitzung des Landtags.

Der Tag für diesen politischen Aufgalopp begann für Christina Schulze Föcking früh. „Um 7.30 Uhr musste ich die ersten Telefonate führen.“ Zeit zum Luftholen blieb danach keine. Die nächste Verhandlungsrunde mit dem Koalitionspartner FDP schloss sich unmittelbar an. Die Abgeordnete aus Steinfurt geht für ihre Fraktion an leitender Stelle für die Fragen, die den ländlichen Raum betreffen, in den Clinch mit den Liberalen. „Das sind sehr intensive Gespräche“, verrät sie.

11.30 Uhr ökumenischer Gottesdienst, Empfang, Fraktionssitzung und dann die konstituierende Plenarsitzung. Da war es 15 Uhr.

Christina Schulze Föcking sitzt im Landesparlament wieder in der ersten Reihe. „Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist dort mein Platz.“ Allerdings hat die Christdemokratin jetzt eine leicht veränderte Perspektive auf das Rednerpult. „Wir sitzen jetzt mehr mittig davor.“

Unverändert die Büro-Situation. „Da ist alles beim Alten geblieben.“ Auch beim Team. „Da hat es seit sieben Jahren keine Veränderungen gegeben. Das ist toll“, freut sich die Abgeordnete.

Der erste Tag im neuen Landtag war für Christina Schulze Föcking mit der konstituierenden Sitzung noch lange nicht vorbei. Am Abend gab es ein großes Essen mit allen alten wie neuen Mitgliedern der CDU-Fraktion. „Dabei wurden dann auch viele verdiente Kollegen nach 30 und mehr Jahren im Landtag verabschiedet“, erzählt die Steinfurterin.

Nach so einem langen Tag machte die Fahrt in die rund 180 Kilometer entfernte Heimat keinen Sinn mehr. Zumal der Wecker am Freitag wieder sehr früh klingelte. Am späten Nachmittag dann endlich – Feierabend. Allerdings nicht für ein langes Pfingstwochenende. „Ich habe natürlich noch Termine im Wahlkreis.“ Das sei aber nicht schlimm. „Ganz im Gegenteil, das macht mir sehr viel Spaß.“

Der Kreis Steinfurt sei so schön, aber auch so abwechslungsreich. Deshalb gehe es ihr darum, zu zeigen, dass sie für alle ansprechbar sei. Und bewegen möchte die 40-Jährige natürlich noch eine Menge. Das dürfte jetzt deutlich leichter fallen als unter Rot-Grün. Christina Schulze Föcking: „Genau, jetzt packen wir es an.“

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