5600 Geldstrafe für 28-Jährigen
Soldat flippt Rosensonntag aus

Borghorst -

Die Verteidigerin bat um eine milde Strafe. Aber auch alle Entschuldigungen brachten nichts. Ein 28-jähriger Rheinenser muss wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung 5600 Euro Geldstrafe zahlen. Damit ging die Richterin des Amtsgerichts Steinfurt am Dienstag sogar über der Forderung der Staatsanwältin von 3200 Euro.

Donnerstag, 20.07.2017, 09:39 Uhr

Am Karnevalssonntag (26. Februar) wollte der Soldat gegen 22 Uhr im Festzelt an der Emsdettener Straße seine Jacke aus der Garderobe wiederhaben. Doch er hatte die Marke verloren. „Ich habe ihm gesagt, er könnte sich die einen Tag später abholen. Doch das hat er nicht eingesehen“, berichtete ein Wachmann. Der Angeklagte, der damals 1,9 Promille im Blut hatte, flippte dann völlig aus. Dem 30-jährigen Wachmann schlug er in die Rippen. Die inzwischen herbeigerufenen Polizeibeamten hatten viel Mühe, den drahtigen Soldaten zu fixieren.

„Er drohte, das Festzelt anzuzünden und mich umzubringen“, erzählte der 33-jährige Ordnungshüter. Seine 22 Jahre alte Kollegin beschimpfte der Täter mit „Schlampe“. Der Angeklagte gab vor, erst wieder in der Ausnüchterungszelle zur Besinnung gekommen zu sein. Und weiter: „Es tut mir alles so Leid. Das ist mir noch nie passiert und wird auch nie wieder vorkommen.“

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