Geringer Lehrermangel in Steinfurt
Vier Stellen sind nicht besetzt

Steinfurt -

Von Verhältnissen wie in Gelsenkirchen oder Recklinghausen ist Steinfurt weit entfernt. Während die Zahl der nicht besetzten Lehrerstellen im Ruhrgebiet dramatisch ist, hat Steinfurt noch Glück.

Montag, 04.09.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 05.09.2017, 16:17 Uhr
Lehrermangel führt in vielen Städten zu Unterrichtsausfall.
Lehrermangel führt in vielen Städten zu Unterrichtsausfall. Foto: dpa

Lediglich vier Stellen konnten im gerade begonnenen Schuljahr 2017/2018 nicht besetzt werden. An den Grundschulen sind zwei Posten für Sonderpädagogen offen, am Berufskolleg sind zwei Stellen unbesetzt.

„Steinfurt kommt noch gut weg“, erklärt Ulla Lütke Hermölle, Mitarbeiterin der Pressestelle der Bezirksregierung Münster. „Im Ruhrgebiet ist die Situation wesentlich schlimmer.“ 83 Posten sind in Gelsenkirchen unbesetzt, in Recklinghausen sind es 41, in Marl 17. Lütke Hermölle: „Das ist echt dramatisch.“

Als einen Grund für den Lehrermangel führt die Pressestellen-Mitarbeiterin die veränderte Ausbildung der Grundschullehrer an. Die dauere mittlerweile länger und führe deshalb aktuell zu Defiziten bei der Besetzung der Stellen. Es ist ein grundsätzliches Problem: „Es sind momentan keine Lehrer auf dem Markt zu bekommen“, sagt Lütke Hermölle.

Dass sich die Situation im Ballungsraum Ruhrgebiet anders darstellt als in Steinfurt führt Lütke Hermölle auch auf die große Zahl an Integrationsklassen zurück, die es im Ruhrgebiet gebe. Diese vergrößere sich zudem laufend.

Trotz der vier unbesetzten Stellen hat die Pressestellen-Mitarbeiterin auch gute Nachrichten: In Steinfurt gibt es zum neuen Schuljahr 18 neue Lehrkräfte. An den Grundschulen gibt es zwölf neue Pädagogen, an der Hauptschule zwei und am Berufskolleg vier.

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