170 Wahlhelfer benötigt
Demokratie live

Steinfurt -

Für die meisten läuft der Wahlsonntag wohl so ab: Zwei Kreuzchen machen und ab 18 Uhr auf die ersten Hochrechnungen warten. Wenn am 24. September über den neuen Bundestag abgestimmt wird, sind einige aber auch mittendrin im Geschehen.

Donnerstag, 07.09.2017, 17:10 Uhr aktualisiert: 07.09.2017, 19:59 Uhr
Die Wahlplakate der Parteien haben mittlerweile schon ein bisschen gelitten. Dabei laufen die Vorbereitungen für die Bundestagswahl am 24. September gerade richtig auf Hochtouren.
Die Wahlplakate der Parteien haben mittlerweile schon ein bisschen gelitten. Dabei laufen die Vorbereitungen für die Bundestagswahl am 24. September gerade richtig auf Hochtouren. Foto: Bernd Schäfer

170 Wahlhelfer sorgen in Steinfurt dafür, dass die Stimmabgabe und Auszählung der Wahlzettel reibungslos läuft. Ein nettes Pläuschchen mit den Nachbarn halten und gleichzeitig an der Demokratie im Land mitwirken. Kein Paradoxon, sondern Realität für die Wahlhelfer und Grund dafür, warum sich einige freiwillig für das Ehrenamt melden, erklärt Franziska Niehues. Die stellvertretende Leiterin des Fachdienstes Personal, Innere Dienste und IT der Stadt Steinfurt kümmert sich darum, dass in gut zwei Wochen genügend Wahlhelfer für die 20 Wahl- und vier Briefwahlbezirke vorhanden sind. Und das Ziel ist fast erreicht. „169 haben schon zugesagt“, sagt Niehues.

Ernannt werden die Wahlhelfer aus einem Stamm von Freiwilligen, Mitarbeitern des Rathauses und anderer öffentlicher Institutionen wie Kreisverwaltung oder Finanzamt. Sie werden angeschrieben und sind laut Bundeswahlgesetz zur Übernahme des Wahlehrenamts verpflichtet. Lediglich wer wichtige Gründe vorbringen kann, warum er seinen Einsatz nicht wahrnehmen kann, wird von der Pflicht befreit. Dass es in diesem Jahr zwei große Wahlen gibt, hat die Sache nicht erschwert, sondern eher erleichtert. Niehues: „Manche, die bei der Landtagswahl im Urlaub waren, haben angekündigt, dass sie dann bei der Bundestagswahl helfen.“

Eine halbe Stunde bevor die Wahllokale um 8 Uhr öffnen, treffen sich die Helfer. Der Tag läuft für die sechs oder sieben Mitglieder des Wahlvorstandes „relativ entspannt“, sagt Niehues. „Auch wenn es sicherlich Hochphasen gibt.“ Es müssen nicht alle Wahlhelfer die gesamte Zeit anwesend sein. Erst wenn es zur Auszählung geht, muss der Wahlvorstand aus Vorsteher, stellvertretendem Vorsteher und Beisitzern vollständig sein. Ein bisschen Demokratie live erleben kann jeder, die Auszählungen sind öffentlich. Niehues: „Die meisten sitzen aber eher Zuhause und gucken sich die Hochrechnungen an.“

Wer nicht bis zum 24. September warten kann oder will, um seine Stimme abzugeben, für den steht die Briefwahl offen. Die nötigen Unterlagen dafür können online angefordert werden. Die 25 708 Steinfurter Wahlberechtigten können aber auch direkt im Rathaus ihre Stimme abgeben oder dort ihre Briefwahlunterlagen in Empfang nehmen. Und das haben schon viele getan.

Wahlsachbearbeiter Stefan Elpers hat einen großen Ansturm registriert: „Es sind noch mal deutlich mehr als bei der Landtagswahl.“ Wirklich überraschend ist das für Elpers nicht: „Bei der Bundestagswahl ist die Wahlbeteiligung sowieso am höchsten. Und der Trend geht zur Briefwahl.“ Wer nicht am Sonntag wählen gehen will, sollte die Postlaufzeiten bedenken. Für spätentschlossene Briefwähler gilt: Spätestens Donnerstag (21. September) vor der Wahl sollte der Brief bei der Post sein.

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Wer seine Briefwahlunterlagen direkt im Rathaus abgeben möchte, kann dies montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie montags von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr tun.

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Bei der Bundestagswahl ist die Wahlbeteiligung sowieso am höchsten. Und der Trend geht zur Briefwahl.

Stefan Elpers
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