Verwaltung will Klassengrößen beschränken
Rettung für die Regenbogenschule

Borghorst -

Um die Regenbogen-Grundschule vor der Schließung zu schützen, sind in den kommenden Jahren massive Regelungsmaßnahmen in der Borghorster Schullandschaft notwendig. Die Verwaltung schlägt vor, die Zahl der Eingangsklassen sowie die Klassengrößen zu beschränken. So soll es ab dem Schuljahr 2018/1019 an Heinrich-Neuy- und Marienschule nur zwei, an der Dumter Grundschule eine erste Klasse mit jeweils maximal 27 i-Männchen geben. Nach den aktuellen Prognosen blieben dann für die Regenbogenschule 25 Jungen und Mädchen. Der Schulausschuss wird über das Thema heute Abend öffentlich beraten (18 Uhr, Rathaus, Großer Sitzungssaal).

Dienstag, 19.09.2017, 10:20 Uhr
Die Regenbogenschule hat mit stark sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. Durch massive Neuregelungen soll der Standort erhalten bleiben.
Die Regenbogenschule hat mit stark sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. Durch massive Neuregelungen soll der Standort erhalten bleiben. Foto: gun

Bereits für das kommende Schuljahr waren Stützungsmaßnahmen für die Regenbogenschule notwendig. So hatte die Politik die Eingangsklassengröße auf 25 festgeschrieben und die Zahl der Eingangsklassen pro Schule ebenfalls schon begrenzt.

Wie aus der Beschlussvorlage der Verwaltung hervorgeht, sind die anvisierten Regelungen alternativlos. Würde die Regenbogenschule geschlossen, könnte es schon 2022/2023 wieder eng werden. „Angesichts des zur Zeit zu beobachtenden verstärkten Zuzugs von Familien aus den umliegenden Kommunen sowie der Zuweisung von Flüchtlingen ist nicht auszuschließen, dass die Kapazitäten bereits vor dem genannten Schuljahr erschöpft sind“, argumentiert die Verwaltung.

Eine weitere theoretische Möglichkeit wäre die Einrichtung eines Grundschulverbunds, also die Schaffung einer organisatorischen Einheit von zwei Borghorster Schulen. Aber egal in welcher Konstellation, positive Anmeldeeffekte für die Regenbogenschule würde die Zusammenlegung zweier Einrichtungen nicht haben, ist die Verwaltung überzeugt.

Bleibt alles, wie es derzeit ist, würde die Regenbogenschule schon im Schuljahr 2019/2020 unter die gesetzlich vorgeschriebene Mindestanzahl von Schülern fallen. Nach den Berechnungen der Verwaltung würden dann nur noch 88 Jungen und Mädchen am Hangenkamp unterrichtet. Ein Jahr später wären es nur 91. Nach dem Landesschulgesetz müssen es aber mindestens 92 sein.

Die Grundschulen in Borghorst haben eine Aufnahmekapazität von acht, beziehungsweise neun Eingangsklassen mit maximal 222 bzw. 249 Schülern. Sie verteilen sich wie folgt: Grundschule Dumte eine bzw. zwei Klassen mit 29 oder 56 Schülern, Marienschule mit drei Klassen, gleichbedeutend mit 81 Schülern, Heinrich-Neuy- und Regenbogenschule mit jeweils zwei Klassen (56 Schüler).

Zum Schuljahr 2018/2019 werden insgesamt 160 Kinder schulpflichtig. Damit ergibt sich für Borghorst eine Überkapazität von 89 Plätzen. „Rein rechnerisch besteht daher die Möglichkeit, dass in dem Schuljahr alle Schülerinnen und Schüler auch ohne Inanspruchnahme der Regenbogenschule in den Borghorster Grundschulen aufgenommen werden könnten“, so die Verwaltung in der Beschlussvorlage für den zuständigen Ausschuss und den Rat.

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