Dampfross
Nomadenleben hat ein Ende

Borghorst -

Das Nomadenleben soll ein Ende haben. So ganz sicher ist es zwar noch nicht, Elke Schmitz Schmeller und Jan Fietz sind aber optimistisch, dass die Nikomedesschule die vorerst letzte Bleibe für das Dampfross ist.

Mittwoch, 20.09.2017, 18:00 Uhr
Jan Fietz, Jacqueline Peters und Elke Schmitz Schmeller stellten am Mittwoch das neue Nutzungskonzept für den Dampfross-Einzug in die Nikomedesschule vor.
Jan Fietz, Jacqueline Peters und Elke Schmitz Schmeller stellten am Mittwoch das neue Nutzungskonzept für den Dampfross-Einzug in die Nikomedesschule vor. Foto: Axel Roll

Das Nomadenleben soll ein Ende haben. So ganz sicher ist es zwar noch nicht, Elke Schmitz Schmeller und Jan Fietz sind aber optimistisch, dass die Nikomedesschule die vorerst letzte Bleibe für das Dampfross ist. Erst einmal für ein Jahr hat die Stadtverwaltung der Jugend-Weiterbildungseinrichtung den Klassenraum im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt. „Wenn die Hauptschule im nächsten Jahr geschlossen wird, werden die Karten neu gemischt“, erläuterte Schulleiterin Jaqueline Peters beim Pressetermin am Mittwoch. Es gibt aber Signale, dass auch künftig für das Dampfross an der Kapellenstraße ein Plätzchen frei sein wird: „Den Fuß haben wir in der Tür.“

„Ich bin es auch leid, ewig umzuziehen“, sagt Elke Schmitz Schmeller. Bahnhof Borghorst, altes Sozialamt Ochtrup und diverse Zwischenstationen haben die Kreativarbeit für Kinder und Jugendliche nicht gerade erleichtert. Das Kursusangebot, mit dem eigentlich alles angefangen hat, ist angesichts der ungeklärten Raumsituation inzwischen ganz zum Erliegen gekommen, soll jetzt aber wiederbelebt werden, wie Schmitz Schmeller verspricht.

Nicht nur der Raum in der Nikomedesschule ist optimal für die neuen Untermieter. „Wir können im Keller die Werkstatt und oben die Küche für unsere Projekte mitnutzen“, freut sich Schmitz Schmeller. Und auch Jacqueline Peters verspricht sich positive Effekte auf den Schulalltag: „Wir möchten gerne das Dampfross in den Unterricht integrieren und gemeinsam künstlerische Projekte in Angriff nehmen.“ Generell habe die Schule gute Erfahrungen mit Kooperationspartnern gemacht.

Der Umzug in die Schule kommt zum richtigen Zeitpunkt. „Wir platzen an den anderen Stellen aus allen Nähten“, beschreibt Elke Schmitz Schmeller die derzeitige Situation.

In der Nikomedesschule gibt es derzeit nur noch eine zehnte Klasse und den Deutschunterricht für Flüchtlingskinder. Außerdem nutzt die Volkshochschule schon einige Räume für ihr Kursusprogramm.

Bevor das Dampfross den Zuschlag für den Klassenraum bekam, musste der Vorstand ein Nutzungskonzept erstellen und bei der Verwaltung einreichen. „Der zuständige Fachdienst hat sich wirklich für uns sehr ins Zeug gelegt“, freut sich Elke Schmitz Schmeller. Die Zehner-Klasse hat für sie einen großen Vorteil: „Da gibt es schon Regale. Die müssen wir nur noch einräumen.“

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