Jungwählerforum
Auf den Zahn gefühlt

Steinfurt -

Rege Gebrauch machten die Schüler des Hermann-Emanuel-Berufskollegs von der Möglichkeit, im Vorfeld der Bundestagswahl im Rahmen einer Podiumsdiskussion Vertretern der großen, im Bundestag etablierten Parteien Fragen zu stellen.

Mittwoch, 20.09.2017, 15:11 Uhr
Das Podium mit (v.r.) Karl Schiewerling, Bernhard Lammersmann, Ingrid Arndt-Brauer und Hannes Draeger hatte zahlreiche Fragen zu beantworten.
Das Podium mit (v.r.) Karl Schiewerling, Bernhard Lammersmann, Ingrid Arndt-Brauer und Hannes Draeger hatte zahlreiche Fragen zu beantworten.

Rege Gebrauch machten die Schüler des Hermann-Emanuel-Berufskollegs von der Möglichkeit, im Vorfeld der Bundestagswahl im Rahmen einer Podiumsdiskussion Vertretern der großen, im Bundestag etablierten Parteien Fragen zu stellen. Unter dem Vorsitz von Yildiz Bingöl und Jutta Bökemeier war es der Fachschaft Politik/Gesellschaftslehre-Geschichte gelungen, Karl Schiewerling (CDU), Ingrid Arndt-Brauer (SPD), Bernhard Lammersmann (Bündnis 90/ Die Grünen) und Hannes Draeger (Die Linke) als Diskussionsteilnehmer zu gewinnen.

Die zahlreichen Fragen der Schüler betrafen dabei unterschiedliche politische und gesellschaftliche Themen. Neben der Problematik der Zeit- und Leiharbeit wurde auch die schlechte Bezahlung in sozialen Berufen thematisiert. Hier appellierte Ingrid Arndt-Brauer vor allem an den weiblichen Teil der Studierenden, da überwiegend Frauen in sozialen Berufen tätig sind, sich stärker in Interessenvertretungen zu organisieren. Beim Umwelt- und Klimaschutz, einem Thema, das durch den Abgas- und Dieselskandal aktuell ist, zeigte sich, dass nicht nur der Grünen-Politiker Bernhard Lammersmann auf E-Mobilität setzt. Daneben plädierte Hannes Draeger von den Linken für einen bezahlbaren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, was gerade auch für die Mobilität in ländlichen Regionen von großer Bedeutung sei.

Wie stark die Gefahr durch den internationalen Terror wahrgenommen wird, wurde durch die Ängste vieler junger Zuhörer deutlich, mit deutschen Waffenlieferungen den internationalen Terror noch zu schüren. Hier konnte Karl Schiewerling durch eigene Erfahrungen und Gespräche in den betroffenen Krisengebieten verdeutlichen, dass ohne Waffenlieferungen eine Verteidigung bei Angriffen des IS gar nicht möglich sei.

Gab es auch in diesem Zusammenhang unter den Politikern zum Teil kontroverse Meinungen über den Bundeswehreinsatz im Ausland – einig waren sich alle darin, dass der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA nur durch Kommunikation beizukommen sei und Deutschland dabei eine ausgleichende Rolle zukomme.

Insgesamt, so das Fazit der Diskussion, eine spannende und vor allem informative und lehrreiche Veranstaltung, die dem einen oder anderen Jungwähler sicher die Wahlentscheidung erleichtern wird.

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