Ehrenamtlicher Besuchsdienst für das Marienhospital
Ein bisschen mehr als plaudern

Borghorst -

„Oft höre ich von den Besucherinnen und Besuchern, dass sie sich von den kranken Menschen sehr beschenkt fühlen“, sagt der Sprecher des Krankenhausbesuchsdienst, Diakon Alfred Brunstermann. In jeder Woche, dienstags, mittwochs, oder donnerstags, sind Frauen und Männer des ehrenamtlichen Besuchsdienstes auf den Stationen des Borghorster Marienhospitals unterwegs, um kranken Menschen ein bisschen mehr zu geben, als ihnen mit belanglosem Geplauder die Langeweile zu vertreiben.

Samstag, 23.09.2017, 14:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2017, 15:34 Uhr
Gemeinsam sind sie stark: Am Donnerstag traf sich der Krankenhaus-Besuchsdienst zur regelmäßigen Teamsitzung. In der Mitte Diakon Alfred Brunstermann.
Gemeinsam sind sie stark: Am Donnerstag traf sich der Krankenhaus-Besuchsdienst zur regelmäßigen Teamsitzung. In der Mitte Diakon Alfred Brunstermann. Foto: ka

„Wir sehen es als sozialen Dienst, der zur physischen Stabilität und damit zum Genesungsprozess beitragen kann. Wir besuchen alle kranken Menschen, dabei spielt die Konfession überhaupt keine Rolle“, erklärt Brunstermann. Der Besuch der Kranken durch die 20 Frauen und Männer des Besuchsdienst kann den Kranken etwas bieten, was bei den anderen Diensten im Hospital oft zeitlich gar nicht möglich ist: da hat jemand Zeit, da ist jemand, dem man vieles erzählen kann, was bedrückt, weil er einem nicht so nahe steht wie Verwandte oder dem man ungeschützt Dinge erzählen kann, ohne dass es zur Verlängerung des Krankenhausaufenthaltes oder der Medikation führt. „Die Kranken können uns alles erzählen, was sie wollen. Es bleibt „unter uns“, betont Brunstermann.

In dieser geschützten Atmosphäre ist es leichter zu reden, machen die Ehrenamtlichen immer wieder die Erfahrung. Die Besucherinnen und der Seelsorger sichern den Kranken weiterhin zu, dass die Gemeinde sie nicht vergisst, und auch in den Sonntagsgottesdienst für sie gebetet wird.

Der Krankenbesuchsdienst macht deutlich, was der Apostel Paulus schon den Galatern an Herz gelegt hat: „Einer trage des anderen Last!“ (Gal 6,2) „Nicht selten höre ich als Krankenseelsorger im Nachhinein, dass der Besuch den Kranken sehr wohl die Last der Krankheit erleichtert“, erzählt der Diakon.

Die Ergebnisse und Situationen, die die Betreuer bei den Besuchen im Krankenhaus erleben, werden alle drei Monate in einer Teamsitzung besprochen und aufgearbeitet. Wer mitarbeiten möchte, kann sich bei Alfred Brunstermann oder im Pfarrbüro St. Nikomedes melden.

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