Delegation aus El Salvador kommt nach Steinfurt
Gemeinsam unterwegs

BurgSteinfurt -

Berührt und erschüttert von dem brutalen Bürgerkrieg in El Salvador beschloss der damalige Pfarrgemeinderat St. Johannes Nepomuk 1988 die Gemeindepartnerschaft mit der Pfarrgemeinde San Antonio Abad. Sie besteht auch nach der Fusion zur Großgemeinde St. Nikomedes weiter. Ab kommenden Donnerstag (28. September) ist eine Delegation der Gemeinde aus Zentralamerika in Steinfurt zu Gast.

Montag, 25.09.2017, 15:34 Uhr
Freuen sich auf den Besuch aus Mittelamerika: Agnes Gröninger, Hildegard Clancett und Richard Klumpp (v.l., sitzend) sowie Paul Langer, Margret Langer und Monika Wiening (stehend, v.l.) vom Freundeskreis Partnergemeinde.
Freuen sich auf den Besuch aus Mittelamerika: Agnes Gröninger, Hildegard Clancett und Richard Klumpp (v.l., sitzend) sowie Paul Langer, Margret Langer und Monika Wiening (stehend, v.l.) vom Freundeskreis Partnergemeinde. Foto: nix

Seelsorger Padre Emilio sowie mehrere Helfer(innen) aus der „Clinica“, die von St. Nikomedes unterstützt wird, freuen sich auf ihren Besuch in Deutschland.

„Unsere Partnerschaft folgt dem Leitgedanken ‚Caminando juntos – Gemeinsam unterwegs‘“, sagt Richard Klumpp, Sprecher des „Freundeskreises Partnergemeinde“. „Wir versuchen, konkret den Menschen in San Antonio Abad Brüder und Schwerstern zu sein“, erläutert Klumpp.

Wechselseitige Besuche gehören zum Programm. Als der deutsche Freundeskreis 1993 erstmals in El Salvador weilte, fiel gleich die fehlende medizinische Versorgung der in großem Elend lebenden Menschen auf.

Leider, so der Sprecher, habe sich an dieser Situation bis heute grundsätzlich nichts geändert. So engagierten sich die Burgsteinfurter für den Aufbau einer kleinen Ambulanz, kurz „Clinica“ genannt. Die mittellosen Menschen von San Antonio Abad sind dankbar, dass sie nun eine zuverlässige Anlaufstelle für die Behandlung von Atemwegs- sowie Herz-Kreislauferkrankungen haben und auch kleine chirurgische Eingriffe vorgenommen werden. Seit den 90er Jahren unterstützt der Freundeskreis die Arbeit der Clinica zweimal jährlich mit finanziellen Zuwendungen.

„Aktuell präsentieren wir unser Talente-Projekt“, sagt Klumpp, „mit dem wir die Clinica ebenfalls unterstützen möchten“. Der Begriff „Talente“ geht auf die antike Währung zurück. Nach biblischem Vorbild soll sozusagen aus einem Vorschuss weiteres Geld erwirtschaftet werden. Interessierte können sich vom Freundeskreis jeweils fünf Euro aushändigen lassen und kreativ mehr daraus machen. Ein Kindergarten könnte beispielsweise durch eine Bastelaktion und den Verkauf der Ergebnisse aus dem Grundkapital ein Vielfaches erwirtschaften.

Der Freundeskreis bietet seinen Gästen aus El Salvador ein breit gefächertes Programm, unter anderem einen Besuch beim Abschluss der Fairen Woche, die Besichtigung von Einrichtungen der Tectum Caritas, ein Treffen mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und sogar eine Schlossbesichtigung.

Wer sich für die Arbeit des Freundeskreises Partnergemeinde interessiert und sich vielleicht sogar selbst einbringen möchte, kann ihn unter Telefon 0 25 52/6 39 20 (Pfarrbüro) oder per E-Mail unter stnikomedes-steinfurt@bistum-muenster.de kontaktieren.

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