Öffentlichkeitsarbeit soll verstärkt werden
Es läuft noch nicht rund beim Lieferservice

Burgsteinfurt -

Vier Wochen ist das auffällig in gelb-blau gestrichene, in der Form einer Einkaufstasche nachempfundene Lastenrad des Lieferservice Steinfurt nun in Burgsteinfurt unterwegs. Das umweltfreundliche, Leader-geförderte Projekt erlaubt dem Verbraucher, sich Waren vom Küchenartikel bis zum Sesambrot zwei Mal in der Woche (dienstags und freitags) bis an die Haustür liefern zu lassen. 18 Burgsteinfurter Einzelhändler machen mit, Tendenz weiter steigend, wie Dieter Kater auf Anfrage betont. Der Kunde zahlt dabei nur die Ware, der Anlieferungsservice selbst ist kostenlos. Indes: Trotz intensiver Bewerbung hat das Pilotprojekt noch Anlaufschwierigkeiten. „Es wird noch nicht so angenommen, wie wir uns das vorstellen“, sagt Initiator Dieter Kater, der mit seiner Kaffeerösterei ebenfalls mit im Boot ist.

Dienstag, 26.09.2017, 15:33 Uhr aktualisiert: 26.09.2017, 15:37 Uhr
Frauke Jessing gehört mit ihrem Bio-Laden zu den Einzelhändlern in Burgsteinfurt, die an dem Projekt teilnehmen. Am Montag stand das Lastenrad vor ihrem Geschäft in der Steinstraße. Die Präsenz des Rads in der Öffentlichkeit auch an Tagen, an denen es nicht im Einsatz ist, ist Teil der Strategie, das Angebot bekannter zu machen.
Frauke Jessing gehört mit ihrem Bio-Laden zu den Einzelhändlern in Burgsteinfurt, die an dem Projekt teilnehmen. Am Montag stand das Lastenrad vor ihrem Geschäft in der Steinstraße. Die Präsenz des Rads in der Öffentlichkeit auch an Tagen, an denen es nicht im Einsatz ist, ist Teil der Strategie, das Angebot bekannter zu machen. Foto: Ralph Schippers

Um die Akzeptanz zu verbessern, soll weiter konsequent am Bekanntheitsgrad gearbeitet werden. Eine Strategie: Das Lastenrad möglichst oft in der Öffentlichkeit präsentieren. „Dazu gehört die Teilnahme an Aktionen wie dem bevorstehenden Erntedankmarkt genauso wie Abstellen des Rads vor den teilnehmenden Geschäften in der Innenstadt“, sagt Kater. Zuletzt war das Rad am vergangenen Freitag anlässlich der Fairen Woche auf dem Markt zu sehen. „Wir müssen es so viel wie möglich zeigen“, gibt Kater die Marschrichtung vor. Zudem seien weitere begleitende Werbemaßnahmen wie zum Beispiel Plakatierungsaktionen geplant, kündigt der Initiator an.

Wie Kater und auch Frauke Jessing, Inhaberin des Bio-Ladens Frau Rauke in der Steinstraße, vermuten, halten sich die Steinfurter bei dem neuen Lieferangebot vielleicht auch deshalb zurück, weil sie meinen, dieses sei nur für ältere, gebrechliche Menschen und für Menschen mit Behinderung vorgesehen. „Das stimmt natürlich nicht“, macht Kater deutlich. Es sei ein Angebot für Jedermann und insbesondere auch für Kunden gedacht, die wenig Zeit zum Einkaufen haben. Das einzige, was diese tun müssen: Sich beim jeweiligen Einzelhändler melden – per Telefon, per E-Mail oder persönlich. Der Service selbst soll so lange als möglich kostenfrei bleiben, so Kater.

Ein Antrag, in diesem Jahr nicht abgerufene Fördermittel des Leader-Projekts auch 2018 weiter in Anspruch nehmen zu können, sei gestellt. Weitere Infos auch zu den teilnehmenden Geschäften gibt es im Netz.

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