Firmentag 2017 der FH
Schaulaufen um die besten Kräfte

Steinfurt -

Sie ist seit 17 Jahren die Leitmesse für Ingenieure in Steinfurt – und ein Erfolgsmodell: Bereits zum 17. Mal fand am Dienstag der Firmentag auf dem Campus Steinfurt der FH Münster statt.

Dienstag, 17.10.2017, 16:01 Uhr
Für die FH-Studenten Florian Reisch, Lasse Kreuzeberg und Philipp Conen (v.l.), allesamt angehende Maschinenbau-Ingenieure, war die Teilnahme am Firmentag wichtige Informationsquelle und Kontaktbörse zugleich. An einer Schautafel gab es zahlreiche Praktika und auch ganz konkrete Jobangebote. Vorträge rundeten das Angebot ab.
Für die FH-Studenten Florian Reisch, Lasse Kreuzeberg und Philipp Conen (v.l.), allesamt angehende Maschinenbau-Ingenieure, war die Teilnahme am Firmentag wichtige Informationsquelle und Kontaktbörse zugleich. An einer Schautafel gab es zahlreiche Praktika und auch ganz konkrete Jobangebote. Vorträge rundeten das Angebot ab.

Sie ist seit 17 Jahren die Leitmesse für Ingenieure in Steinfurt – und ein Erfolgsmodell: Bereits zum 17. Mal fand am Dienstag der Firmentag auf dem Campus Steinfurt der FH Münster statt. Welch hohen Stellenwert die Veranstaltung sowohl für Unternehmen als auch für die Studierenden der Steinfurter Fachbereiche hat, zeigt sich schon an den vor allem in den vergangenen Jahren stetig steigenden Dimensionen: 70 Firmen präsentierten sich im großen Hörsaalgebäude, dem angeschlossenen, wiederum vergrößerten Ausstellerzelt und im Grips-I-Gebäude. „Damit stoßen wir platztechnisch langsam an Grenzen“, sagte Carsten Schröder, Geschäftsführer der organisierenden Transferagentur TAFH im Pressegespräch.

Das Interesse kommt nicht von ungefähr: Die Messe sei aus Unternehmenssicht ideal geeignet, Kontakte zu Nachwuchskräften zu knüpfen und sie über Praktika oder auch konkrete Jobangebote zu binden, betonte Schröder. Stichwort Fachkräftemangel: Wie sehr den Betrieben dahingehend der Schuh drückt, zeige die Tatsache, dass sämtliche zur Verfügung stehenden Standplätze bereits im Mai ausgebucht gewesen seien. Schröder: „Die Veranstaltung ist längst zu einer Marke geworden, die bei vielen Unternehmen in der Region mit ingenieurwissenschaftlichem Fachkräftebedarf einen großen Stellenwert hat.“ Frank Haacks konnte diese Einschätzung nur bestätigen. Bereits seit einigen Jahren ist der Geschäftsführer der Ibbenbürener Firma NFT Automatisierungssysteme beim Firmentag vertreten. Es sei ein frühzeitiges Abtasten von Betrieben, die neue Mitarbeiter gewinnen möchten und den Studierenden, die Orientierung auf der Suche nach potenziellen Arbeitgebern suchen. „Eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, fasst Haacks zusammen. Für ihn geht die Rechnung auf: Über die Vermittlung von Praktika am Firmentag habe er in den vergangenen Jahren schon zahlreiche neue Mitarbeiter gewinnen können.

Ob der Altenberger Auflieger-Spezialist Schmitz Cargobull, Maschinenbauer Windmöller & Hölscher aus Lengerich oder der Ochtruper Rohrhersteller Hewing – mit insgesamt 16 Unternehmen war der Kreis Steinfurt stark vertreten. „Viele Studierende fokussieren sich auf Großunternehmen als spätere Arbeitgeber, dabei kann die Mitarbeit in einem mittelständischen, regionalen Betrieb viel spannender sein, weil man mehr Freiheiten hat“, weiß Birgit Neyer. Die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) lobte die gute Organisation der Transferagentur und hob zudem den Stellenwert der FH als Motor für Innovationen in den Unternehmen hervor.

Für die Studierenden sei es ganz wichtig, aus erster Hand von den Unternehmensvertreten zu erfahren, welche Anforderungen diese an künftige Bewerber stellen, ergänzte Prof. Dr. Eckard Finke. Danach könnten die künftigen Ingenieure ihre Schwerpunkte im Studium ausrichten, betonte der Abteilungssprecher des Campus Steinfurt der FH.

Von den insgesamt rund 5000 Studierenden in Steinfurt belege eine wachsende Zahl Masterstudiengänge, berichtete Finke. Das unterstreiche das hohe Niveau der Lehre, wovon wiederum die Firmen profitierten, bei denen die Absolventen in Lohn und Brot kommen. Der Firmentag fand am Dienstag bis in den späten Nachmittag statt.

Neben der Möglichkeit, an den Ständen mit den Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen, wurden eine ganze Reihe von Fach- und Firmenvorträgen angeboten. Die Themenvielfalt erstreckte sich dabei von der richtigen Bewerbung über Gehälter- und Gründungs-Know-how bis hin zu konkreten Einstiegsmöglichkeiten bei einzelnen Unternehmen.

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