Ausstellung der Steinfurter Rassegeflügelzüchter
Vielfältige Rassen und Farbenschläge

Steinfurt -

Die Gimpeltaube gehört zu den Farbentauben mit dem prächtigsten Gefieder. Davon konnte sich das Publikum am Samstag und Sonntag ausgiebig überzeugen. 230 Hühner, Zwerghühner und Tauben präsentierte der Rassegelflügelzuchtverein Steinfurt 1880 auf seiner Ortsschau am Wochenende im Martin-Luther-Haus. „Wir haben die unterschiedlichsten Rassen und Farben hier vertreten“, so Ausstellungsleiter Jürgen Webers.

Sonntag, 22.10.2017, 14:15 Uhr
Die Ausstellungssieger mit Landrat Dr. Klaus Effing, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und MdB Ingrid Arndt-Bauer (SPD) nach der Siegerehrung.
Die Ausstellungssieger mit Landrat Dr. Klaus Effing, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und MdB Ingrid Arndt-Bauer (SPD) nach der Siegerehrung. Foto: Rainer Nix

Für das Publikum ist es immer wieder aufschlussreich, wie vielfältig die Geflügelwelt ist. Eines der Highlights war die angeschlossene Sonderschau der Gimpeltaubenzüchter Gruppe West.

Die Schau hat wieder reichlich Beachtung von Politikern und Verwaltungsvertretern gefunden. Landrat Dr. Klaus Effing, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt-Brauer sprachen Grußworte. Agrarministerin Christina Schulze Föcking ließ Grüße übermitteln. „Rassegeflügelzüchter pflegen ein aufwendiges, verantwortungsvolles Hobby“, so der Landrat. Besonders lobte er die gute Jugendarbeit. Durch die Tierzucht könnten junge Menschen unter anderem hohe Sozialkompetenz erwerben, hob Effing hervor. „Bleibt diesem Hobby möglichst lange treu“, appellierte er an den Nachwuchs.

Die Bürgermeisterin pflichtete dem Landrat bei und hob die Bedeutung der Einbindung von Zuchtinteressierten bereits im Kindesalter hervor. „Ich finde es schön, wenn sich gleich ganze Familien der Geflügelzucht verschreiben“, fügte Arndt-Brauer hinzu. Nach weiteren Grußworten, unter anderem vom Vereinsvorsitzenden Christian Kock, eröffnete die Bürgermeisterin die Schau.

„Wir möchten auch motivieren, sich selbst vielleicht ein paar Hühner im eigenen Garten zu halten“, sagte Ausstellungsleiter Weber. Der Fipronil-Skandal, bei dem Eier durch Insektengift verunreinigt wurden, führte zu Unsicherheiten bei Verbrauchern. Manche scheuen sich seither, Hühnereier im Geschäft zu kaufen. „Als Anregung zur eigenen Eierproduktion haben wir die „Cou Nu“, französische Nackthalshühner, ausgestellt“, erläuterte Webers. Sie legen ordentlich Eier und wachsen schnell, so dass sie auch mal einen leckeren Braten abgeben. Die Lege- und Fleischrasse sei ideal für Hobby-Halter, betonte der Ausstellungsleiter.

„Die Jugend anzusprechen, ist heutzutage recht schwierig“, erläuterte Webers. Der Verein sei mit zurzeit neun Jugendlichen allerdings noch gut aufgestellt. Insgesamt zählt der Verein rund 50 Mitglieder.

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