Freiheit vs. Pflichten
Das Problem mit der Volljährigkeit

Der 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche ein Synonym für: Endlich frei! Mit der Freiheit kommt aber auch Verantwortung.

Donnerstag, 30.11.2017, 16:00 Uhr aktualisiert: 01.12.2017, 15:35 Uhr
Alleine Auto fahren ist nur eine von vielen Freiheiten zur Volljährigkeit. Doch mit Freiheit kommt Verantwortung.
Alleine Auto fahren ist nur eine von vielen Freiheiten zur Volljährigkeit. Doch mit Freiheit kommt Verantwortung. Foto: www.fahren-lernen.de

Problemloser Einlass in so gut wie jeden Club, alleine Autofahren und der Erwerb von hochprozentigen Spirituosen sind ein paar von den Dingen, die mit dem 18. Lebensjahr keine Probleme mehr darstellen. „Endlich frei“, denken viele Jugendliche über die Volljährigkeit. Doch neben diesen vielen Freiheiten und Vorteilen bringt das Erreichen des 18. Lebensjahres auch gewisse Verpflichtungen und Gefahren mit sich.

Die Freiheit bietet viele Entscheidungsmöglichkeiten, für deren Folgen man jedoch komplett selbstverantwortlich ist, da mit der Volljährigkeit das Strafrecht, die Prozess- und Testierfähigkeit einsetzt. Falls zum Beispiel wegen Krankheit nicht am Schulunterricht teilgenommen werden kann, darf der junge Erwachsene sich selbst entschuldigen, muss aber auch mit den Konsequenzen rechnen, wenn er des Öfteren geschwänzt hat und die Schule davon Wind bekommt.

Mit dem 18. Lebensjahr hat man außerdem das Wahlrecht für die Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen. Im Sinne eines guten Staatsbürgers sollte das natürlich auch wahrgenommen werden, denn jede Enthaltung ist eine Stimme mehr für die falsche Partei.

Zudem verfügt der Volljährige selbstständig über das eigene Konto, sodass die Eltern keinen Zugriff mehr haben. Sollen die Erziehungsberechtigten dennoch die Möglichkeit haben, das Konto mit zu verwalten, um im Notfall einschreiten zu können, kann ein Banktermin gemacht und die Berechtigung dazu unterschrieben werden. Ohne die Zustimmung der Eltern ist es auch möglich, ein Girokonto bei einer Bank zu eröffnen und auch Kreditkarten und der Dispokredit dürfen genutzt werden.

Mit 18 Jahren hat man ein Recht auf den Mindestlohn, was bei einem monatlichen Einkommen eine Menge ausmachen kann. Damit das Kindergeld weiterhin ausgezahlt wird, muss ein Kindergeldantrag gestellt werden und an der derzeitigen Schule, Universität oder am Ausbildungsort unterschrieben werden. Dieses wird bis zum 25. Lebensjahr ausgezahlt, wenn es sich um die erste Ausbildung, das erste Studium oder um einen geregelten Freiwilligendienst handelt. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, aus dem Elternhaus auszuziehen und den Wohnort selbst zu bestimmen. Mit 18 Jahren stehen einem somit so gut wie alle Türen offen und die Selbstständigkeit kann beginnen. Sarah Leve

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