Radstation am Bahnhof Borghorst
Bewährungsprobe bestanden

Borghorst -

Wenn der Fachdienstleiter Tiefbau nichts hört, ist das für ihn ein gutes Zeichen. Und weil Wolfgang Spille von der Radstation am Borghorster Bahnhof schon lange nichts mehr gehört hat, muss die Anlage perfekt laufen. Die Bilanz des Verantwortlichen fällt somit äußerst positiv aus: „Die Station funktioniert, Beschwerden gibt es keine, die Auslastung ist ordentlich.“

Freitag, 01.12.2017, 15:35 Uhr
 
Die Fahrradstation am Borghorster Bahnhof wird gut angenommen. 400 Chips hat die Verwaltung bereits ausgegeben, in der Mehrzahl an Pendler. Foto: Axel Roll

Über 400 Chips hat die Verwaltung bislang ausgegeben. Mit dem High-Tech-Schlüssel wird der Sesam-Öffne-Dich-Mechanismus für die Glastür in Gang gesetzt. Und sollte jemand seinen Plastik-Öffner verlieren, kann er vom Computer aus stillgelegt werden.

„Die Auslastung schwankt natürlich von Tag zu Tag, aber unterm Strich ist sie schon sehr ordentlich“, sagt Wolfgang Spille. Was ihn erstaunt: „Viele Radfahrer nutzen aber auch die Fahrradständer außerhalb der umzäunten Anlage.“ Dort finden 50 Leezen Platz, in der gesicherten Radstation sind es 150. Die Erfahrungen in Borghorst haben jetzt dazu geführt, dass die Verwaltung am Bahnhof in Burgsteinfurt für kleines Geld eine Abstellanlage bauen will, die frei zugänglich ist. Wolfgang Spille: „Die Erfahrungen aus Borghorst nehmen wir gerne mit.“

Bewährt hat sich nach Einschätzung des Fachdienstleiters auch die Entscheidung, den Drahtzaun in Borghorst nicht zu begrünen. Andere Kommunen haben das laut Spille gemacht. „Wir haben bewusst drauf verzichtet, damit alles gut einsehbar ist. Die Leute können rein- und rausgucken.“ So gebe es keine dunklen Ecken, die dunkle Gestalten anziehen könnten.

Dagegen hilft auch die Beleuchtung in und an der Radstation. „Und seit wir auch am Güterschuppen nebenan die Lampen haben, ist Ruhe im Karton“, spricht Spille das Thema Vandalismus an. Zwar träfen sich rund um den Bahnhof immer noch die Jugendlichen, Wandschmierereien oder Zerstörungen seien aber deutlich zurückgegangen. „Wenn sich die jungen Leute dort treffen, ist das doch gut. Irgendwo müssen sie ja hin“, so der Fachdienstleiter. In Burgsteinfurt plant die Verwaltung gerade eine Low-Budget-Variante des Borghorster Leezen-Parkhauses, eine vergleichbare Anlage gibt es dort seit 2013. An der Ostseite des Bahnhofs soll damit dem wilden Abstellen der Räder Einhalt geboten werden. 47 000 Euro hat die Verwaltung für die 40 Anlehnbügel kalkuliert. Die Ausgabe wird zu 90 Prozent vom Zweckverband Nahverkehr Münsterland gefördert. Die Stadt muss somit nur 4700 Euro zuzahlen.

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