Serie „Jugend bewegt“
Nicht nur Zeltparty

Wenn man an die besten Zeltpartys im Kreis denkt, dann werden die meisten Jugendlichen wohl an die Landjugenden denken. Ob es eine katholische Landjugend ist oder nicht, so ziemlich jeder von uns war mindestens ein Mal auf einem der Feste und hat bis spät in die Nacht gefeiert. Doch dahinter steckt viel Organisation und vor allem eine Gruppierung, die mit viel Herz dahintersteht. Die Landjugend, egal ob in Borghorst, Burgsteinfurt oder Nordwalde, ist definitiv sehr wichtig für viele Jugendlichen im Kreis und gehört damit auf jeden Fall dazu, wenn es darum geht, die „Jugend zu bewegen“.

Donnerstag, 25.01.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 26.01.2018, 15:34 Uhr
Die Tannenbaumaktion im Januar ist immer eines der Highlights im Kalender der Borghorster Landjugend. Gemeinsam anpacken, auch das macht Riesen-Spaß.
Die Tannenbaumaktion im Januar ist immer eines der Highlights im Kalender der Borghorster Landjugend. Gemeinsam anpacken, auch das macht Riesen-Spaß. Foto: Regina Schmidt

Katharina Middelhoff, die Erste Vorsitzende der KLJB Borghorst und ihre Stellvertreterin Dennis Blankemeyer sind schon seit sieben Jahren Mitglieder der Landjugend und auch schon mehrere Jahre im Vorstand aktiv. Sie sind unter anderem dafür verantwortlich, dass ihr Verein so beliebt bleibt, wie er es momentan ist. Am 11. Januar erst hatten sie die Aufnahme neuer Mitglieder. „Dieses Jahr sind 39 Neuzugänge dazu gekommen. In den letzten drei Jahren haben wir einen konstanten Zuwachs an neuen Mitgliedern, was uns natürlich freut“, erzählt Katharina Middelhoff.

Doch sind es nicht nur Jugendliche vom Land, die gefallen an der feierlustigen Gemeinschaft finden. „Inzwischen ist es ziemlich gleich aufgeteilt. Die Hälfte kommt aus der Stadt, die andere Hälfte aus der Bauerschaft. Vor allem Cliquen treten der Landjugend bei“, ergänzt sie. Insgesamt 211 Mitglieder hat die KLJB Borghorst zu verzeichnen. Doch auch in den anderen Ortschaften wachsen die Vereine weiterhin. Letztes Jahr hat beispielsweise die Landjugend in Nordwalde fast 60 neue Mitglieder gewonnen.

Doch was macht die Bewegung bei Jugendlichen so beliebt? Dennis Blankemeyer meint: „Es ist vor allem die Gemeinschaft, die gut ankommt. Direkt bei der ersten gemeinsamen Aktion werden die Neuen aufgenommen, als wären sie schon Jahre dabei. Na klar sind die Partys unsere Aushängeschilder, weswegen viele auf uns aufmerksam werden. Wenn sie aber einmal dabei sind, nehmen die meisten auch bei den anderen Aktionen teil, die wir anbieten und finden da sehr schnell Gefallen dran.“

Die Aktionen, die angeboten werden, sind dabei vielfältig. Öffentlich gibt es natürlich die Zeltpartys, die mehrmals im Jahr stattfinden, aber auch zum Beispiel ein Fußballturnier ist dabei. Die Landjugend legt dabei besonderen Wert darauf, dass es ein spaßiges und geselliges Ereignis wird.

Während zwei Mannschaften kicken, kann es sich der Rest bei Musik, Mantaplatte und Getränken gemütlich machen. Intern geschieht für die Mitglieder auch einiges. So können Jugendliche, die der Landjugend beigetreten sind, günstig an gewissen Aktionen teilnehmen. Das kann von einer Fahrt in den Freizeitpark über Bowling oder sogar Trips nach Berlin alles sein. „Letztes Jahr war eines unserer Highlights die Fahrt zum Alfsee, um Wasserski zu fahren“, erinnert sich Katharina.

Doch machen die beiden Vorsitzenden auch klar, dass es viel Arbeit ist, gerade im Vorstand. „Wir sind dafür verantwortlich, alles zu organisieren. Jeder Posten ist zweimal besetzt, das ist aber auch notwendig. Neben den ganzen Partys und Aktionen, die organisiert werden müssen, ist der Vorstand auch zuständig, sich mit den anderen Landjugenden zu verständigen und gemeinsam was auf die Beine zu stellen. Die KLJB Borghorst ist vor allem mit Altenberge und Nordwalde in der Zusammenarbeit“, erklärt Dennis.

Da es sich bei den meisten Landjugenden um Katholische Landjugendbewegungen handelt, steht auch regelmäßig ein Besuch in der Kirche an. Katharina ergänzt dazu aber: „Wir organisieren die Messe selber. Wir wollen es frisch und aktuell halten und den Gottesdiensten so etwas Persönliches und Jugendliches geben.“

Man sieht also, dass das Programm innerhalb der Vereine sehr bunt ausgeschmückt ist. Es wird den Leuten angeboten, sich aktiv zu beteiligen und in gewisser Weise auch zu entfalten. Genau das macht vielleicht auch den Charme aus, warum viele Jugendliche immer noch einer der über 20 Landjugenden im Bezirk beitreten.

Max Roll

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