Weiterer Bürgerwindpark geplant
Windenergie aus Wilmsberg

Borghorst -

Mit der Energie, die die drei Windkraftanlagen liefern sollen, könnten 11 500 Elektroautos ein Jahr lang fahren. Bis es so weit ist, werden aber noch wenigstens zwei Jahre vergehen. Heute Abend beraten die Mitglieder des Planungsausschusses erst einmal, ob sie die rechtlichen Voraussetzungen für einen weiteren Bürgerwindpark in Wilmsberg schaffen wollen. Genau genommen sind es Wilmsberg und Laer. Zwei der Anlagen sollen in der Borghorster Bauerschaft, eine weitere in der Nachbargemeinde stehen.

Montag, 29.01.2018, 17:04 Uhr
Josef Große Kleimann möchte mit weiteren Partnern in Wilmsberg und auf Laerer Gebiet insgesamt drei Windkraftanlagen errichten.
Josef Große Kleimann möchte mit weiteren Partnern in Wilmsberg und auf Laerer Gebiet insgesamt drei Windkraftanlagen errichten. Foto: Axel Roll

Wie Josef Große Kleimann als einer der Initiatoren des Projekts „Bürgerwindpark Hagenkamp“ erläuterte, sollen die geplanten Rotoren denen in Dumte ähneln. „Sie werden noch ein bisschen größer“, so Große Kleimann.

Er teilt sich die Geschäftsführung mit zwei weiteren Mitgliedern, insgesamt gibt es derzeit 46 Gesellschafter aus der direkten Nachbarschaft. Später sollen auch Steinfurter Bürger Teilhaber werden können, die keinen direkten Flächenbezug haben. Josef Große Kleimann: „Ein Viertel des benötigten Kapitals soll von ihnen aufgebracht werden.“

Die Verwaltung empfiehlt der Politik, den zur Realisierung notwendigen Verfahrensschritten zuzustimmen. Nach Darstellung des zuständigen Fachdienstes gab es erste Überlegungen zu diesem Projekt schon 2013. Damals wurde in diesem Zusammenhang ein interkommunaler Windpark mit der Gemeinde Laer diskutiert.

Das Planungsrecht soll in diesem besonderen Fall über einen Bebauungsplan im Außenbereich geschaffen werden. Parallel muss dazu der übergeordnete Flächennutzungsplan angepasst werden.

Wie die Verwaltung betont, hat es im Vorfeld des Antrags „bereits viele Vorgespräche und Klärungen“ gegeben. Das gelte insbesondere für den Artenschutz. Die Anwohner und Grundstückseigentümer hatten sich vor geraumer Zeit zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts „Bürgerwind Hagenkamp“ zusammengefunden. Die hatte sich am Ausschreibungsverfahren für die Erzeugung von Strom beteiligt, wie es das Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien vorsieht, und auch den Zuschlag erhalten.

Die Grundstücke, die für die Windnutzung vorgesehen sind, liegen in Wilmsberg, nahe der Gemeindegrenze zu Laer. Sie haben eine Größe von rund 20 Hektar.

In dem Bebauungsplan sollen im Wesentlichen Sondergebiete für die Windenergienutzung festgesetzt werden.

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