Franka Doliner und Sarah Leve auf dem Sprung
We go to a land down under!

Abi, und was dann? Viele entscheiden sich, das durch G8 gewonnene Jahr zu nutzen und ein sogenanntes „Gap Year“ einzulegen. Ein Jahr reisen, über den Tellerrand hinaus schauen und den Horizont erweitern. Gefühlt gibt es tausend verschiedene Möglichkeiten dieses Jahr zu gestalten. Ein FSJ, Freiwilligen Arbeit in Afrika oder doch lieber Obst pflücken in Australien? Franka Doliner und Sarah Leve aus der Jugendfrei-Redaktion haben sich für letzteres entschieden und lassen uns an ihren Vorbereitungen teilhaben:

Donnerstag, 08.03.2018, 16:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2018, 14:30 Uhr
Australien ist nach wie vor das beliebteste Ziel für Work and Travel. Franka Doliner und Sarah Leve wollen dieses Abenteuer ebenfalls erleben und lassen uns teilhaben an ihren Vorbereitungen für den großen Trip „Down Under“.
Australien ist nach wie vor das beliebteste Ziel für Work and Travel. Franka Doliner und Sarah Leve wollen dieses Abenteuer ebenfalls erleben und lassen uns teilhaben an ihren Vorbereitungen für den großen Trip „Down Under“. Foto: dpa

„Im Oktober werden wir einmal um die halbe Welt fliegen und uns auf dem Roten Kontinent ins Work-and-Travel Abenteuer stürzen.

Work-and-Travel bedeutet, das Reisen mit Gelegenheitsjobs vor Ort zu finanzieren. Erfahrungsberichten zufolge gibt es dazu kein besseres Land als Australien. Bevor man sich aber ans andere Ende der Welt begibt, bedarf es einiger Vorbereitung. Mit diesem Artikel wollen wir im Dschungel der To-do`s ein wenig aufräumen und unsere Erfahrungen mit euch teilen.

Bevor es mit der eigentlichen Planung losgehen kann, gilt es herauszufinden, wie wir reisen wollen. Kauft man sich in Australien ein Auto, um damit von Ort zu Ort zu fahren und gleichzeitig einen Schlafplatz zu haben, oder reist man doch lieber per Flugzeug oder Bus von einem Hostel zum anderen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Egal für welche Variante man sich entscheidet, mit dem Flugticket sollte gleichzeitig eine Unterkunft für die erste Woche gebucht werden. Es ist viel angenehmer, in Ruhe anzukommen und sich einen ersten Eindruck von Land und Leuten zu verschaffen, als direkt nach einem Schlafplatz suchen zu müssen. Noch vor den Reisezielen muss sich um viel Papierkram gekümmert werden. Organisationen können dabei helfen – um Geld zu sparen, kann aber vieles auf eigene Faust geplant werden. Einer der wohl wichtigsten Punkte auf der To-Do-Liste ist das Working-Holiday-Visum, das Personen von 18 bis 30 Jahren erlaubt, zwölf Monate lang in Australien zu arbeiten und Urlaub zu machen.

Voraussetzungen für das Visum sind ein Reisepass und eine Kreditkarte, um die Gebühren des Visums bezahlen zu können. Zur Beantragung des Working-Holiday-Visums wird eine finanzielle Rücklage von umgerechnet 3400 Euro auf dem eigenen Girokonto gefordert, dessen Kontoauszug von der Bank abgestempelt werden muss. Zudem benötigt man die finanziellen Mittel zum Erwerb eines Tickets für den Rückflug beziehungsweise direkt ein Rückflugticket.

Darüber hinaus muss vor der unvergesslichen Reise ein internationaler Führerschein beim Straßenverkehrsamt besorgt werden, damit überhaupt ein Auto in Australien gefahren werden darf. Um in Australien arbeiten zu können, ist außerdem eine Steuernummer notwendig, die aber erst vor Ort beantragt werden kann. Wegen der vielen tierischen Gefahren empfiehlt es sich, eine Versicherung für die Zeit abzuschließen, damit auch „down-under“ medizinische Hilfe genutzt werden kann, wenn nötig. Nachdem das alles gemacht wurde, geht es an das Planen der Reiseroute.

Vorher einen Plan zu machen kann sehr hilfreich sein. Vor allem, weil durch die vielen Klimazonen in Australien das Wetter an manchen Orten zu gewissen Zeiten grau und kalt ist. Deswegen gehört es zu einer guten Planung dazu, Zeit und Ort aufeinander abzustimmen, um das beste Wetter zu erwischen.

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand eines Backpackers ist natürlich der Rucksack. Den sollte man nicht einfach im Internet bestellen, sondern sich in einem Outdoor-Geschäft beraten lassen. Da in so einem Rucksack nicht besonders viel Platz ist, kann man Luxusgegenstände wie Fön oder Glätteisen und Campingequipment getrost zu Hause lassen. Am wichtigsten sind Papiere und Impfpass, von denen jeder eine digitale Kopie auf einem Stick dabei haben sollte, falls die Originale verloren gehen. Praktisch sind auch vorgeschriebene Bewerbungen mit Lebenslauf und Empfehlungsschreiben, um Zeit zu sparen, wenn es auf die Jobsuche geht.

Der große Trip heißt für uns beide also vor allem gute Planung und viel Vorbereitung. Doch wird sich diese sicher lohnen, sobald die australische Sonne auf unser Gesicht scheint.“

Franka Doliner

& Sarah Leve

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