Berufliche Mobilität
Mehr als 10 000 Auspendler täglich

Steinfurt -

Die Pendlerzahlen in Steinfurt steigen seit Jahren – und der Trend hat sich auch laut jüngster Rechnung des statistischen Landesamts IT.NRW weiter fortgesetzt: Wie aus dem in der vergangenen Woche auf Basis der Beschäftigtenstatistik vorgestellten Zahlenwerk für 2016 (Stichtag 30. Juni) hervorgeht, kommen täglich rund 9000 Arbeitnehmer von auswärts in die Stadt, um ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Bei den Auspendlern hat der Wert mit 10010 erstmals die Schallmauer von 10 000 Personen durchbrochen.

Montag, 12.03.2018, 21:00 Uhr

Die Pendlerzahlen in Steinfurt steigen seit Jahren – und der Trend hat sich auch laut jüngster Rechnung des statistischen Landesamts IT.NRW weiter fortgesetzt: Wie aus dem in der vergangenen Woche auf Basis der Beschäftigtenstatistik (Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, geringfügig Beschäftigte, Beamte und Selbstständige) vorgestellten Zahlenwerk für 2016 (Stichtag 30. Juni) hervorgeht, kommen täglich rund 9000 Arbeitnehmer von auswärts in die Stadt, um ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Bei den Auspendlern hat der Wert mit 10010 erstmals die Schallmauer von 10 000 Personen durchbrochen.

Die Steigerung ist unterschiedlich stark verlaufen: Während die Zahl der Arbeitnehmer, die von Steinfurt in eine umliegende Stadt zur Arbeit fahren, im Vergleich zu 2015 um rund 200 zugenommen hat, stieg der Wert bei den Einpendlern im selben Zeitraum sogar doppelt so stark an. Indiz dafür, dass die Wirtschaftskraft der Kreisstadt zugenommen hat und sie vermehrt Arbeitskräfte auch von außerhalb anzieht. Mit insgesamt 17 729 erreichte auch die Zahl der Erwerbstätigen in 2016 einen neuen Höchststand in diesem Jahrzehnt.

Die Zahl der innergemeindlichen Pendler ist 2016 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gestiegen, wie die Düsseldorfer Landesstatistiker ausgerechnet haben – um gut 200 Personen auf 7719. Der Pendlersaldo, also die Differenz zwischen Ein- und Auspendlern, bleibt negativ, hat sich aber zuletzt verringert. Es kommen täglich knapp 1000 Arbeitnehmer weniger in die Stadt, als aus der Stadt auspendeln.

Auswärtiges berufliches Mobilitätsziel Nummer eins bleibt Münster: 3224 Arbeitnehmer nahmen 2016 den täglichen, immerhin rund 25 Kilometer langen Anfahrtsweg in die Westfalenmetropole auf sich, um dort ihre Brötchen zu verdienen. Im Jahr zuvor waren es mit 3236 noch geringfügig mehr gewesen. Auf der anderen Seite kommen 1029 Münsteraner der Arbeit wegen nach Steinfurt. Enge Pendlerverflechtungen bestehen zudem nach Emsdetten (769 Aus- und 927 Einpendler), Altenberge (659 Aus- und 245 Einpendler), Rheine (523 Aus- und 867 Einpendler) sowie Ochtrup (428 Aus- und 717 Einpendler).

Aufschlussreich ist der Blick auf die Quoten – insbesondere die Auspendlerquote der Kreisstadt: Der Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen betrug 2016 56,5 Prozent. Ein im Vergleich niedriger Wert, der unter den 396 NRW-Kommunen nur von gut 100 Städten und Gemeinden nach unterboten wird.

Parallel zu den stetig steigenden Pendlerquoten nimmt die Belastung des innerörtlichen Verkehrsnetzes weiter zu. Dies kann jeder Steinfurter an den allmorgend- und -abendlichen „Rush-Hours“ auf den Hauptverkehrsstraßen sehen. Da der Ausbau des Straßennetzes an Grenzen stößt, sind zunehmend Alternativen gefragt. Ein möglicher Weg ist der Ausbau des interkommunalen Radverkehrsnetzes. Auch eine Attraktivitätssteigerung der Bahnlinie Enschede-Münster durch Elektrifizierung wäre eine Option.

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