Die Jugendfeuerwehr in Steinfurt und Umgebung erfreut sich immer noch großer Beliebtheit
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Teamarbeit, Gemeinschaftsgefühl und Abwechslung, all das zeichnet die Jugendfeuerwehr aus und gehört deshalb in die Serie „Wer die Jugend bewegt“.

Donnerstag, 15.03.2018, 15:02 Uhr aktualisiert: 16.03.2018, 16:20 Uhr
Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr üben für den Ernstfall. Schließlich wechseln viele Jugendliche nachher zur Freiwilligen Feuerwehr, wo sie das Gelernte bei echten Einsätzen umsetzen können.
Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr üben für den Ernstfall. Schließlich wechseln viele Jugendliche nachher zur Freiwilligen Feuerwehr, wo sie das Gelernte bei echten Einsätzen umsetzen können. Foto: Jugendfeuerwehr/Alexander Book

Das Programm besteht zu 60 Prozent aus Jugendarbeit und zu 40 aus Feuerwehrdienst. „Im Bereich der Jugendarbeit bieten wir zum Beispiel DVD Abende oder Ausflüge an. Im Feuerwehrdienst vermitteln wir Wissen für die Bereiche Technische Hilfe, Funk, Atemschutz, Löschangriffe und Fahrzeug- und Gerätekunde“, berichtet der Steinfurter Stadtjugendfeuerwehrwart Kevin Richter. Doch auch die Praxis kommt nicht zu kurz. So nehmen sie an einigen Groß- und Kleinübungen der aktiven Feuerwehr teil. Das Kreiszeltlager und die Kreisalarmübung, bei denen die Jungendfeuerwehren aus den Kreisen gemeinsam üben, gelten als besondere Ereignisse. „Der Berufsfeuerwehr-Tag ist schon ein besonderes Ereignis, dort wird von samstags bis sonntags der Alltag der Berufsfeuerwehr nachgestellt. Wir übernachten dann auch in der Wache, kochen zusammen und haben Nachteinsätze. Zudem haben wir eigene Fahrzeuge für die Übungen und können über Funkgeräte mit anderen Jugendfeuerwehren kommunizieren. Es war sogar schon mal die Malteser Hundestaffel dabei“, erinnert sich der 14-jährige Tom Frieler, der seit drei Jahren bei der Jugendfeuerwehr ist. „Insgesamt gibt es zwölf gemeinsame Aktionen im Kreis“, erklärt der Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Klose.

Mitglied werden kann man ab zwölf Jahren. Mädchen und Jungs sind gleichermaßen willkommen, doch ist der Anteil an Jungen etwas höher. Bis zum Alter von 16 bis 17 Jahren nehmen die Jugendlichen am Programm der Jugendfeuerwehr teil. Danach gehen einige in die Ausbildung zur aktiven Wehr.

Doch was macht die Jugendfeuerwehr für die Jugendlichen so attraktiv?

„Die Mischung aus Jugendarbeit und Feuerwehrdienst sowie natürlich das Gemeinschaftsgefühl“, meint Frank Klose. Dem stimmen auch Tom Frieler und der Stadtjugendfeuerwehrwart Kevin Richter zu, der ergänzt: „Die Strukturen der Feuerwehr kennen zu lernen ist interessant und es gibt den Jugendlichen ein gutes Gefühl, etwas Verantwortungsvolles zu tun. Zudem hat nicht jeder die Möglichkeit in einem Einsatzwagen mitzufahren und den Alltag der Feuerwehr mitzuerleben.“ Die Ausrüstung wird durch die Stadt und Spenden finanziert.

Im Kreis gibt es 29 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 538 Mitgliedern. In Steinfurt sind 30 Jugendliche in der Gemeinschaft aktiv. Sie bilden Gruppen nach Alter und Wissen, damit es für alle interessant bleibt. Getroffen wird sich einmal pro Woche zum Dienstabend.

Und die Jugendfeuerwehr kommt gut an. Erst kürzlich wurde in Neuenkirchen eine neue Jugendfeuerwehr gegründet. Tom Frieler zum Beispiel kann sich vorstellen, auch später in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv zu sein. „Es ist das Ziel der einzelnen Jugendfeuerwehren, Nachwuchs für die Feuerwehr ihrer Stadt zu gewinnen“, berichtet Frank Klose.

Pia Krumbeck

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