Lernbedingungen am Gymnasium Arnoldinum
„Gute Schule“?

Burgsteinfurt -

Der im Oktober vergangenen Jahres neu gewählte Vorstand des Fördervereins des Gymnasiums Arnoldinum hat jetzt gegenüber Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer Verbesserungen hinsichtlich der Lernbedingungen in der Schule gefordert. „Unser Anliegen ist es, dass Arnoldinum zu einer Schule werden zu lassen, die das Prädikat ‚Gute Schule‘ verdient“, sagte die Vorsitzende Marion Schroer am Donnerstag.

Freitag, 16.03.2018, 16:20 Uhr
Unzumutbare Lernbedingungen: Vor allem am veralteten und schlecht ausgestatteten Schulpavillon des Gymnasiums entzündet sich die Kritik des Fördervereins. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zeigte sich im Gespräch den Argumenten gegenüber offen.
Unzumutbare Lernbedingungen: Vor allem am veralteten und schlecht ausgestatteten Schulpavillon des Gymnasiums entzündet sich die Kritik des Fördervereins. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer zeigte sich im Gespräch den Argumenten gegenüber offen. Foto: rs

Der im Oktober vergangenen Jahres neu gewählte Vorstand des Fördervereins des Gymnasiums Arnoldinum hat jetzt gegenüber Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer Verbesserungen hinsichtlich der Lernbedingungen in der Schule gefordert. „Unser Anliegen ist es, das Arnoldinum zu einer Schule werden zu lassen, die das Prädikat ‚Gute Schule‘ verdient“, sagte die Vorsitzende Marion Schroer am Donnerstag. Die Kritik, mit der der Fördervereinsvorstand die Meinung sowohl von Schülern und Eltern als auch des Kollegiums wiedergibt, bezieht sich vor allem auf den Schulpavillon. Aber auch der Zustand der Klassenräume allgemein und die Schulhofgestaltung werden bemängelt.

„Im Sommer kann er in der Mittagshitze nicht genutzt werden, im Winter sitzen wir mit dickem Mantel und Handschuhen im Unterricht.“ „Sich während Klausuren zu konzentrieren, ist wegen der stickigen Luft kaum möglich.“ Die beiden Schülervertreter Greta Dertwinkel und Laurin Bödding, die Marion Schroer und ihre Stellvertreterin Sabine Kiefer beim Treffen mit der Bürgermeisterin begleiteten, berichteten aus erster Hand, wie sich der Unterricht in dem eigentlich als Provisorium gedachten Pavillon auf ihren Schulalltag auswirkt. Derzeit werde der Pavillon elektrisch beheizt, berichtete Schroer. Angesichts der mangelhaften Isolierung des Gebäudes ergebe sich eine verheerend schlechte Energiebilanz. Auch der geplante Anschluss an die Heizungsanlage der benachbarten Hausmeisterwohnung ändere daran wenig. Nach Auffassung des Fördervereins ist ein Neubau in Form eines Anbaus die einzig sinnvolle Lösung. Die Baukosten könnten durch das Programm „Gute Schule 2020“, oder, falls die Gelder schon verplant seien, auch über das kommunale Investitionsförderungsgesetz gedeckt werden.

Claudia Bögel-Hoyer zeigte sich der Kritik der Fördervereinsmitglieder und der Schülervertretung gegenüber offen, tat sich mit spontanen Zusagen ob einer möglichen Renovierung bzw. eines Neubaus aber schwer. Grundsätzlich sei ein solcher möglich, wenn es denn betriebswirtschaftlich sinnvoll und umsetzbar sei,. Dies müsse jedoch von den Experten im Rathaus, Energiemanager und Gebäudemanagement, genau abgewogen werden. Claudia Bögel-Hoyer wies zudem auf die allgemeine Haushaltssituation der Stadt sowie auf die zahlreichen weiteren Schulen hin, an denen ein hoher Sanierungsbedarf bestehe. Unerwähnt blieb zudem auch nicht die knappe Personalausstattung. Nichtsdestotrotz sei man beim Thema Abbau des Sanierungsstaus bei den Schulen auf einem guten Weg. Organisationspläne seien mit den jeweiligen Schulleitungen abgestimmt worden.

Im konkreten Fall versprach die Bürgermeisterin, sich die Situation vor Ort bei einem Besuch und Gesprächen mit der Schulleitung und dem Förderverein genau anzuschauen. Dann werde sie auch Zahlen hinsichtlich der energetischen Bilanz des Pavillons liefern.

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