Zusammenschluss der CDU-Ortsverbände
Künftig mit einer Stimme

Steinfurt -

43 Jahre nach dem Zusammenschluss der beiden ehemals selbstständigen Städte Borghorst und Burgsteinfurt zur neuen Kreisstadt Steinfurt spricht jetzt auch die Steinfurter CDU mit einer Stimme: Am Samstag beschlossen die Ortsunionen Borghorst und Burgsteinfurt zunächst einstimmig ihre Auflösung. Im Anschluss wurde ein gemeinsamer Vorstand für den Stadtverband gewählt. Dessen Vorsitzender ist fortan Günter Marquard.

Sonntag, 18.03.2018, 14:02 Uhr
Der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (2.v.l.) inmitten der Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes: Rudolf Diekmann (stellv. CDU-Vorsitzender, l.) Gunthild Gerling-Weidlich ((stellv. CDU-Vorsitzende, M.), Udo Röllenblech (stellv. CDU-Vorsitzender, 2.v.r.) und Günter Marquard (CDU-Vorsitzender, r.)
Der neue Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (2.v.l.) inmitten der Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes: Rudolf Diekmann (stellv. CDU-Vorsitzender, l.) Gunthild Gerling-Weidlich ((stellv. CDU-Vorsitzende, M.), Udo Röllenblech (stellv. CDU-Vorsitzender, 2.v.r.) und Günter Marquard (CDU-Vorsitzender, r.) Foto: lem

43 Jahre nach dem Zusammenschluss der beiden ehemals selbstständigen Städte Borghorst und Burgsteinfurt zur neuen Kreisstadt Steinfurt spricht jetzt auch die Steinfurter CDU mit einer Stimme: Am Samstag beschlossen in der Bagno-Gaststätte die Ortsunionen Borghorst und Burgsteinfurt zunächst einstimmig ihre Auflösung. Dadurch übernahm der bereits existierende Stadtverband der CDU automatisch alle Rechte und Pflichten der Ortsverbände. In der sich anschließenden Mitgliederversammlung des Stadtverbandes wurde Günter Marquard zum Vorsitzenden gewählt. Der ehemalige Vorsitzende der Ortsunion Borghorst konnte 87 Prozent aller Stimmen auf sich vereinigen.

Der 69 Jahre alte ehemalige Berufsoffizier und gebürtige Hamburger betonte, dass er sich die Auseinandersetzung innerhalb des Stadtverbandes weiterhin wünsche, aber am Ende ein für alle tragbares Ergebnis herauskommen solle. „Wir sitzen alle gemeinsam am Tisch und setzen uns gemeinsam für die Zukunft Steinfurts ein“, führte Marquard aus.

Mit einiger Sorge schaut der neue Stadtverbandschef auf die Kommunalwahlen 2020: „Dann tritt die neue Sperrklausel in Kraft. Das heißt: Parteien die 2,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können, ziehen in den Steinfurter Rat ein. Deshalb müssen wir um jede Stimme kämpfen.“

Marquard unterstützen als Stellvertreter Gunthild Gerling-Weidlich, Rudolf Diekmann und Udo Röllenblech. Den geschäftsführenden Vorstand komplettieren Henning Darley als Geschäftsführer, Margret Hartwig als Schatzmeisterin und Hagen Libeau als Schriftführer.

Auch Landrat Dr. Klaus Effing besuchte die Mitgliederversammlung und teilte mit, dass er in Kürze von Emsdetten nach Steinfurt ziehen und selbstverständlich dem CDU-Stadtverband beitreten werde. Rudolf Diekmann als Versammlungsleiter kündigte einen Überraschungsgast an: Jens Spahn, der am Mittwoch zum neuen Bundesgesundheitsminister gekürt worden war, stattete seiner Basis einen Besuch ab. „So ein Zusammenschluss ist immer etwas Besonderes und ein besonderer Schritt. Ich schaue doch mit etwas Wehmut zurück, weil beide Ortsunionen vor 16 Jahren Wegbereiter meiner bundespolitischen Karriere waren“, sagte der gebürtige Ottensteiner. Spahn wies daraufhin, dass das Münsterland mit den beiden frischgebackenen Bundesministerinnen Anja Karliczek aus Brochterbeck und Svenja Schulze aus Münster das politische Zentrum der Bundespolitik geworden sei. Er verteidigte seine Aussagen zur Hartz IV-Diskussion: „Was eine vierköpfige Bedarfsfamilie an Leistungen beziehen kann, steht manch vergleichbarer Arbeitnehmer-Familie nicht zur Verfügung.“ Der neue Bundesgesundheitsminister unterstrich zudem, dass er sich für die flächendeckende Versorgung durch Ärzte und die Beseitigung des Fachkräftemangels in der Pflege einsetzen will.

Den neuen Vorstand des CDU-Stadtverbandes vervollständigen Jan Röschenkemper (stellv. Schriftführer), Günther Schwarte (stellv. Schatzmeister), Heribert Frank (Mitglieder-Beauftragter), Tobias Rüdel (Pressereferent) und neun Beiräte. Kassenprüfer sind Reimar Bage und Dieter Schulze. Geehrt wurden Josef Wattendorf für 50 Jahre sowie Margret Hartwig und Doris Teller für 25 Jahre CDU-Mitgliedschaft.

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