20 Jahre Hospizinitiative Steinfurt
Idee entstand am Gartenzaun

Steinfurt -

Die Hospiz-Initiative Steinfurt konnte am Sonntagabend während ihrer Jahreshautversammlung im Bagno-Restaurant, die mit einer kleinen Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Vereins verbunden war, auf ein erfolgreiches Wirken zurückblicken.

Montag, 19.03.2018, 16:30 Uhr aktualisiert: 20.03.2018, 16:50 Uhr
Ansgar Kaul, Angelika Klager, Josefa Siebler und Ullrich Jahn (von links) gehören zu den Gründern der Hospiz-Initiative Steinfurt.
Ansgar Kaul, Angelika Klager, Josefa Siebler und Ullrich Jahn (von links) gehören zu den Gründern der Hospiz-Initiative Steinfurt. Foto: ka

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Dr. Volker Leiß.

„Die Ehrenamtlichen der Initiative haben im vergangenen Jahr 38 Menschen in ihrem häuslichen Umfeld, im Krankenhaus und im Altenheim begleitet”, blickte die Vorsitzende Annette Schulze-Frieling zurück. Drei Trauerwanderungen wurden gut angenommen und haben dazu geführt, das Anfang dieses Jahres erstmals ein Trauercafé angeboten wurde. Der finanzielle Rechenschaftsbericht zeigte eine solide Basis für das kommende Jahr.

Die anstehenden Vorstandswahlen brachten keine Veränderungen: Die Zweite Vorsitzende Kerstin Böyng wurde in ihrem Amt bestätigt und wiedergewählt, ebenso der Kassierer Tobias Kleimann und die Schriftführerin Gerda Bürger. Zur neuen Kassenprüferin wurde Rita Kurzweg ernannt. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand die Auftaktveranstaltung für das Jubiläumsjahr mit Mitgliedern und geladenen Gästen statt. Genau am vergangenen Sonntag jährte sich der Gründungstag zum 20. Mal.

Die beiden Gründungsmitglieder Angelika Klager und Ansgar Kaul gaben einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Hospiz-Initiative, deren Idee quasi bei den damaligen Nachbarn am Gartenzaun entstand.

Was sich daraus entwickelt hat, ließ die Vorsitzende in einem humorvollen Rückblick noch einmal Revue passieren. Bis Ende 2017 wurden 456 Menschen begleitet, 186 Menschen wurden in Ausbildungskursen zum Thema Sterbe- und Trauerbegleitung geschult, 16 Workshops zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wurden angeboten. 2002 richtete man mit der Einstellung der Koordinatorin Vera Hilder auch eine regelmäßige wöchentliche Sprechzeit, damals noch im Marienhospital, ein. Nach 14 Jahren dort kam Anfang 2016 der Umzug in das jetzige Büro in Burgsteinfurt.

Für das laufende Jubiläumsjahr wurde ein umfangreiches Programm zusammengestellt und vorgestellt. So wird am 15. April (Sonntag) um 10 Uhr im Kino Burgsteinfurt der Film „Matterhorn” gezeigt. Moderiert und begleitet wird der Film von Sebastian Aperdannier. Am 4. Mai fahren die Ehrenamtlichen der Hospiz-Initiative zur Fachmesse „Leben und Tod” nach Bremen. Am 5. Juni hält Dr. Kaiser aus Gütersloh um 19 Uhr im Pfarrzentrum in Laer einen Vortrag mit dem Thema „Wege durch den Schmerz”. Und am 30. August um 19 Uhr gibt es in der Bagno-Konzertgalerie eine Vortragsperformance zum Thema „Macht Schuld etwa Sinn?”mit der Trauerbegleiterin und Buchautorin Chris Paul und der Clownin Aphrodite.

Eine Anmeldung bei der Hospiz-Initiative ist dafür ebenso nötig wie für die Veranstaltung mit dem Kabarett-Duo Storno, deren Motto am 4. Oktober in der Nordwalder KvG-Schule „Letzte Instanz” heißt. Am 16. November gibt es die Fotoausstellung „Post Mortem” mit Vortrag des Fotografen Martin Kreuels.

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