Drei Tage sind die Marktschreier wieder in der Stadt
H.G. Hahn macht Achim Konkurrenz

Burgsteinfurt -

Wurst-Achim hat unerwartet Konkurrenz bekommen. Stellvertretender Bürgermeister Hans Günter Hahn schickt sich an, den lautesten Menschen der Welt von seinem Thron zu stoßen. Bei der Eröffnung des 31. Marktschreier-Wettbewerbs in Burgsteinfurt am Freitagmorgen sagte der CDU-Ratsherr in Vertretung für Claudia Bögel-Hoyer nicht viel, das aber laut. „Die Marktschreier-Tage sind eröffnet“, brüllte Hahn ins Mikrofon. Was den ungekrönten König der Stimmband-Quäler kalt ließ. Unbeeindruckt kaute er am Eröffnungsbuffet einen frischen Matjes, wischte sich mit der Serviette den Mund trocken und gestand: „Mann, sind die wieder lecker.“

Freitag, 23.03.2018, 14:54 Uhr
Hat Achim Angst vor den Konkurrenten? Am Freitag jedenfalls noch nicht. Er ist beim 31. Marktschreier-Wettbewerb in Burgsteinfurt wieder der Favorit.
Hat Achim Angst vor den Konkurrenten? Am Freitag jedenfalls noch nicht. Er ist beim 31. Marktschreier-Wettbewerb in Burgsteinfurt wieder der Favorit. Foto: Axel Roll

Achim ist für den Wettbewerb in Burgsteinfurt natürlich wieder der Favorit. Ob er der Rolle gerecht wird, wissen die Marktgäste am Sonntagnachmittag. Dann werden die Stimmzettel ausgezählt.

Bis dahin bekommen die Besucher wieder an zahlreichen Ständen in der Innenstadt „alles, was man so zum Leben braucht“, wie Mechthild Dörr als Vorsitzende der Burgsteinfurter Werbegemeinschaft betonte. Nicht nur auf der Straße, auch in den Geschäften, die an den Tagen öffnen. Achim feiert beim nächsten Marktschreier-Wettbewerb in Burgsteinfurt Jubiläum: „Dann bin ich 30 Jahre dabei.“

Warum er immer wieder gerne auf den Wilhelmsplatz kommt? „Hier ist immer wirklich viel los.“ Obwohl die Münsterländer nicht einfach seien: „Aber mit Qualität, Preis und Menge, da kannst du sie überzeugen.“ Achim muss es wissen: Mit dem Marktschreier-Zirkus macht er jedes Jahr in 44 Städten Station.

Mitkonkurrent Michel – auf die französische Aussprache seines Vornamens legt er wert, obwohl er Holländer ist – sieht das genauso. Die Familie des „Blumenkönigs“ macht mit den Norddeutschen ganz besonders intensive Erfahrungen: „Seit 55 Jahren sind wir regelmäßig auf dem Hamburger Fischmarkt vertreten.“ Da sei die vornehme Zurückhaltung mitunter noch größer.

Michel spielt hier wie dort die Charme-Karte. Wer kann dazu schon nein sagen? Die Frauen wohl am wenigsten. . .

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5612918?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686838%2F
Nachrichten-Ticker