Indienststellung des neuen Bürgerbusses
Allzeit gute Fahrt

Steinfurt -

Mehr als sechs Jahre und 340 000 Kilometer hat der erste Bürgerbus gehalten. Am Samstag wurde ein neues Fahrzeug offiziell in den Dienst gestellt. Pfarrer Hans-Peter Marker sowie Pfarrer und Kreisdechant Markus Dördelmann segneten den Kleinbus, der seit Dezember 2011 die beiden Ortsteile Borghorst und Burgsteinfurt miteinander verbindet.

Sonntag, 25.03.2018, 15:28 Uhr
Freuten sich über den neuen Bürgerbus: Vereinsvorsitzender Ferdi Brust, Landrat Klaus Effing und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer.
Freuten sich über den neuen Bürgerbus: Vereinsvorsitzender Ferdi Brust, Landrat Klaus Effing und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer. Foto: lem

Rund 60 Gäste begutachteten den neuen Kleinbus auf dem Rathausvorplatz. Der Bürgerbus sei eine Erfolgsgeschichte, sagte der Bürgerbusvereins-Vorsitzende Ferdinand Brust und wartete mit Zahlen auf: „Seit dem Start sind mehr als 48 000 Personen befördert worden. Fünf Frauen und 43 Männer sitzen ehrenamtlich hinter dem Steuer. 56 Sponsoren haben unser neues Fahrzeug finanziell unterstützt. Und viele Steinfurter Gewerbetreibende sponsern unsere Fahrpläne.“

Während der unzähligen Fahrten des alten Bürgerbusses seien keine Fahrgäste zu Schaden gekommen. In diesem Jahr könne sogar die magische Marke von 10 000 Fahrgästen geknackt werden.

Landrat Dr. Klaus Effing bezeichnete den Bürgerbus als „rollendes Kommunikationszentrum“. Sieben Bürgerbus-Vereine existieren aktuell im Kreis Steinfurt. „Sie schließen die Lücken im Öffentlichen Nahverkehr. Ich bin zuversichtlich, dass zukünftig noch mehr Zuschüsse in unseren ÖPNV fließen werden“, sprach Effing ein Treffen mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst an. In dem Gespräch habe Wüst angekündigt, das Münsterland in das Förderprojekt „Mobilitätsregion Westfalen“ zu integrieren. Steinfurts Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer bezeichnete den Bürgerbusverein als Vorzeigeprojekt und als verbindendes Glied zwischen den beiden Ortsteilen. „Was die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer leisten, ist spitzenmäßig“, sparte Bögel-Hoyer nicht mit Lob. Musste sich die Stadt beim ersten Bürgerbus nicht an der Finanzierung beteiligen, wurde diesmal im Haushalt ein Betrag eingestellt. Der neue Bürgerbus kostet fast 65 000 Euro. Den überwiegenden Teil davon übernimmt das Land.

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