Sensation bei den 31. Marktschreiertagen in Burgsteinfurt
Blumen-Michel schlägt Wurst-Achim

Burgsteinfurt -

Er ist schon eine besondere niederländische Frohnatur, der „Blumen-Michel“. Am Marktschreier-Wochenende hatte er allen Grund zum Jubeln. Das tat er denn auch mit kräftiger Stimme, als Mechthild Dörr, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Burgsteinfurt und Hans Günter Hahn, stellvertretender Bürgermeister, ihn zum Sieger des Marktschreier-Wettbewerbs kürten. Man glaubt es kaum, doch Ober-Schreihals „Wurst-Achim“ ist entthront.

Montag, 26.03.2018, 15:18 Uhr
Blumen-Michel hatte gut lachen: Er schaffte die Sensation und stürzte Wurst-Achim vom Marktschreier-Thron.
Blumen-Michel hatte gut lachen: Er schaffte die Sensation und stürzte Wurst-Achim vom Marktschreier-Thron. Foto: nix

Es gelang ihm nicht, auch noch zum 17. Mal auf der obersten Stufe des Siegertreppchens zu landen. Er musste sich glatt mit Platz 2 begnügen, doch der stimmgewaltige Wurstverkäufer kommt damit zurecht. „Käse Max“ schnitt mit dem dritten Rang auch nicht schlecht ab, auf Platz 4 folgte „Aal-Ole“, den fünften machte „Taschen-Hinnerk“.

Show-Time auf dem Wilhelmsplatz. Von Freitag bis Sonntag überboten sich die Verkäufer mit schrägen Sprüchen. Und die sind auch beim 31. Mal noch nicht verstaubt. Ob das Publikum den Lebensmitteln, die für einen Spottpreis in die Einkaufstüte wandern, auch traut? „Kein Problem, das sind gute Sachen, die Burschen sind reell, kennt man doch überall“, war sich ein Ehepaar aus Lingen absolut sicher. „Verkauf die Ziege und den Hund, gib‘ mir das Geld und bleib gesund“, tönte es aus den Lautsprechern. Jaja, Reimen können sie. „Mein Name der ist Kalle, ich hab‘ se nicht mehr alle“, witzelte Wurst-Achim. Selbst zurückhaltende Käufer als „sture Säcke“ zu bezeichnen wurde toleriert. Die Marktschreier genießen eben absolute Narrenfreiheit.

Weitere Buden und Stände säumten die Steinstraße, Burgsteinfurts „gute Stube“, der historische Marktplatz wurde zur Automeile umfunktioniert. Auch die Präsentation neuer Fahrzeuge geriet zum Publikumsmagneten. „Die Marktschreier locken jedes Mal zahlreiche Gäste aus dem Umland in die Stadt“; sagte Dörr, „teilweise kommen sie sogar aus dem Ruhrgebiet zu uns hoch“. Zahlreiche Besucher fanden dann am Sonntagnachmittag auch den Weg in die Geschäfte.

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