Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft Borghorst
Sestendrup folgt auf Rowedda

Borghorst -

Mit dem Appell, sich gegenseitig zu helfen und enger zusammenzuhalten, trat Gudrun Sestendrup ihr Amt als geschäftsführende Vorsitzende der Borghorster Werbegemeinschaft an. Sie folgt damit auf Ingeborg Rowedda, die nach vielen Jahren Vorstandsarbeit endlich ihren Ruhestand genießen möchte. Gudrun Sestendrup hat zuletzt als Schriftführerin langjährige Erfahrung im Führungsgremium der Borghorster Kaufmannschaft gesammelt. Sie setzt auf Kommunikation: „Wir müssen mehr miteinander sprechen“, so die 57-Jährige.

Dienstag, 27.03.2018, 14:40 Uhr aktualisiert: 27.03.2018, 15:36 Uhr
Ingeborg Rowedda (l.) wurde als langjährige Vorsitzende mit großem Dank verabschiedet. Gudrun Sestendrup (r.) folgt ihr nach.
Ingeborg Rowedda (l.) wurde als langjährige Vorsitzende mit großem Dank verabschiedet. Gudrun Sestendrup (r.) folgt ihr nach. Vor der Versammlung führte Hedwig Seegers durch das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum (kl. Foto). Foto: Axel Roll

Bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Café Kater rückte der 33-jährige Jens Stegemann, wie Gudrun Sestendrup Mitarbeiter im Modehaus Wissing, als Schriftführer auf. Nach einigen Jahren Pause ist Eugen Oskamp als Beisitzer in die Spitze der Interessenvertretung zurückgekehrt. Wiedergewählt wurden Gaby Wessels-Rengers als Kassiererin und Martin Linke als Beisitzer.

Wie geht es weiter mit den beiden Werbegemeinschaften in der Stadt? Marion Niebel als Geschäftsführerin der Steinfurt Marketing und Touristik regt an, sich vielleicht im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Gedanken über eine Neuausrichtung zu machen. Neben den beiden Kaufmannschaften gebe es weitere sehr aktive Gruppierungen wie die Vorteilspartner oder die Autohändler. Ziel müsse es sein, die Kräfte zu bündeln.

Der Blick zurück auf das vergangene Jahr gibt Anlass zu Optimismus, wie Marion Niebel und Gudrun Sestendrup betonten. So sind alle Märkte gut gelaufen, in der Kasse ist nach dem Verlust aus 2016 ein dickes Plus, die Planungen für die kommenden Stadtfeste sind gesichert.

Gleichwohl gebe es einige „Herausforderungen“, wie die SMarT-Geschäftsführerin erneut betonte. So werde es immer schwieriger, die Vereine in die Freiluft-Feste miteinzubinden. Außerdem würden die Veranstaltungen immer teurer. Und SMarT fehlten personelle Kapazitäten, um die Organisation allein zu stemmen. Dieses Problem wurde jetzt gelöst: SMarT-Mitarbeiterin Gerda Schmerling springt auf privater Basis ein.

Einig waren sich Mitglieder und Vorstand: Der Wochenmarkt am Mittwochnachmittag ist für die Borghorster Innenstadt ein belebendes Element. „Das sieht richtig gut aus“, freute sich Marion Niebel über die gemeinsamen Anstrengungen von Marktbeschickern und Kaufleuten, die gemeinsam bis 19 Uhr die Türen aufhalten. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer lobte in ihrem Grußwort: „Die Stadt füllt sich mit Leben.“

Die Verwaltung, so versprach Bögel-Hoyer, wolle den Unternehmen, die „etwas machen wollen“, keine Knüppel zwischen die Beine werfen. Was Borghorst noch benötige, das sei Außengastronomie. Und auch die Leerstände, die seien „ein Problem“, das aber zu lösen sei. „Das braucht nur Zeit“, so die Rathauschefin.

Das „Sternenshopping“ wird nicht mehr stattfinden. Der Vorstand hat in der Nachbereitung der jüngsten Veranstaltung diesen Entschluss gefasst. Beerdigt wurde außerdem das Projekt Regionalwährung. Die Mehrzahl der Einzelhändler sieht für das Vorhaben, das als Leader-Projekt beantragt werden sollte, keine Zukunft.

50 Firmen und 30 Vereine tummeln sich mittlerweile auf der App „Die Steinfurter“. Täglich besuchen zwischen 100 und 800 Nutzer den Internetauftritt. Marion Niebel sieht das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: „Wir müssen die Plattform noch bekannter machen.“ Das brauche halt seine Zeit.

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